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Solisten begeistern bei „Junge Künstler musizieren im Münster“

Starker Nachwuchs

HAMELN. Beim Eröffnungskonzert der Veranstaltungsreihe „Junge Künstler musizieren im Münster“ erlebten die knapp 100 Besucher r ein überaus abwechslungsreiches und mit großem technischen Können vorgetragenes Programm.

veröffentlicht am 06.05.2018 um 19:29 Uhr

Bestritten erfolgreich das Auftaktkonzert in der Reihe „Junge Künstler musizieren im Münster“ (v. l.): Tim Rother, Eduard Stan und Oleg Sholokh. Foto: eaw
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Ernst August Wolf Reporter
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„Das Lampenfieber kommt erst fünf Minuten vor Konzertbeginn“, sagt der junge Nachwuchsgeiger Tim Rother. Der 17-jährige Schüler des Viktoria-Luise-Gymnasiums spielt sich vor Beginn der Veranstaltung zusammen mit dem Pianisten Eduard Stan warm. Gemeinsam mit dem Querflötisten Oleg Sholokh gestalten die beiden den Auftakt der Konzertreihe mit Benefizkonzerten zugunsten der Finanzierung des neuen Flügels im Hamelner Münster.

„Den habe ich privat vorfinanziert“, berichtet Irmgard Langhorst vom Kirchenvorstand. Das 30 Jahre alte Instrument hat Langhorst von einer schwerkranken Berliner Pianistin erworben. „Mit der Musik der jungen Künstler wollen wir vor allem andere junge Leute in die Kirche einladen“, umreißt Ruth Hegemann von der „Flügelgruppe“ des Kirchenvorstands die Zielsetzung der Konzertreihe. Ein Konzept, das beim Auftaktkonzert aufging, denn neben den üblichen Konzertbesuchern hatten diesmal auch sehr viele Jugendliche den Weg ins Münster gefunden.

Beide Nachwuchsmusiker haben sich durch überragende Leistungen in Hameln bereits einen Namen gemacht. Während Tim Rother seit seinem vierten Lebensjahr Geige spielt, und derzeit an der Musikhochschule Hannover von Meike Bertam unterrichtet wird, geht der aus Donezk in der Ukraine stammende 17-jährige Oleg Sholokh in Holzminden zur Schule. „Ich spiele seit zehn Jahren Querflöte und habe bei Alexander Simko an der Hamelner Musikschule Unterricht“, sagt er. 2017 hat Oleg schon zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe gewonnen.

Begleitet vom rumänisch-stämmigen Eduard Stan, einem in Hameln lebenden Pianisten von Weltformat, der durch seine Kontakte in Sachen Musik immer wieder als „Türöffner“ fungiert, überzeugte Tim Rother etwa gleich zu Beginn mit drei Sätzen aus Bachs „Partita d-Moll“ und Beethovens Violinromanze F-Dur op. 50, während Oleg Sholokh nicht nur mit Krzyzstof Zgrajas virtuosem Flamenco-Studien, sondern auch mit dem mitreißenden „The Great Train Race“ des zeitgenössischen britischen Komponisten Ian Clarke zu überzeugen wusste.

Ein Höhepunkt an Virtuosität war zweifelsohne das „Larghetto affettuoso“ aus der „Teufelstriller-Sonate g-Moll“ von Giuseppe Tartini.



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