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Standing Ovations für Stimmwunder Edson Cordeiro im Theater

Von Ernst August Wolf

Hameln. Der kleine große Sänger versteht es, sich selbst zu inszenieren. Edson Cordeiro stürmt auf die Bühne und legt los, ein Stimmwunder voll femininem Timbre, ganze vier Oktaven mächtig, einer, der dem Zauber der weiblichen Gesangsstimme restlos verfallen ist. Was in der Alten Musik gepflegt wurde, ist im Schlager, im kunstvollen Chanson und in populären Genres äußerst ungewöhnlich. Edson Cordeiro aber kann Sopran-Arien ebenso schmettern wie rocken oder grooven.

veröffentlicht am 04.10.2009 um 17:11 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 19:21 Uhr

cordeiro
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Den väterlichen Wunsch, Fußballstar zu werden – Edson ist einer der vielen Vornamen des Weltfußballers Pelé – habe er unter Tränen abgelehnt, stattdessen nach einer Barbie verlangt, kokettiert Cordeiro mit seiner Veranlagung. Für Frauenstimmen habe er immer eine Schwäche gehabt, und er beherrscht sie alle. Edith Piafs „mon dieu“ mit Piaf-typischem Vibrato, die portugiesische Fadista Amalia Rodrigues, Aretha Franklin, vor allem aber Billie Holiday, deren Klangfarbe er mit einer kaum zu übertreffenden Genauigkeit trifft. Ein Stimmakrobat der Extraklasse, ein bunter Vogel, der von einer weiblichen Stimmblüte zur anderen schwirrt.

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