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Mehr als zwei Stunden lang unterhalten Deine Lakaien ihr untertäniges Publikum am Donnerstag im Capitol

Sphärische Reise voller inspirierender Klangerlebnisse

Hannover. Zu Zeiten der Feudalherren dienten Lakaien als Untertanen. Irritierender könnte der Name für die musikalische Zweisamkeit von Ernst Horn und Alexander Veljanov nicht gewählt sein, bezieht er sich dennoch auf einen Songtext der legendären Einstürzenden Neubauten. Dem Musikprojekt Deine Lakaien war indes am Donnerstagabend im Capitol ein großes untertäniges Konzertpublikum gewiss. Andächtig lauschte es den Klängen des Electronic-Pop-Duos. Mit „On your Stage again“, einer Hommage an die Fans der CD „Indicator“, beginnt die sphärische Reise. Das eingängige „Over and Done“ (2005) und „Fighting the Green“ (1996) folgen. Kuschelatmosphäre herrscht bei „Into your Arms“ und „One Night“, dargeboten von Veljanov mit exzentrischer Hochbauschfrisur. Das Pärchen, das bereits bei „Gone“ nach innigem Kuss auf weitere musikalische Erlebnisse verzichtet und geht, wird noch einiges versäumen.

veröffentlicht am 15.10.2010 um 12:18 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:41 Uhr

Die Hochbauschfrisur: Alexander Veljanov.  Foto: Laube

Autor:

Gabi Laube
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Mit Unterstützung von Gitarre, Cello und Geige konnten Veljanov und Horn mit dunklem, melancholischen Bassgesang und packenden elektronischen Klängen das Publikum fesseln. Die Entertainer-Qualitäten der Lakaien sind explizit bei kleinen technischen Problemen berühmt-berüchtigt und äußern sich in sparsamen Ansagen wie Veljanovs „Hannover, ja, das spürt man“. Zu den künstlerischen Höhepunkten des Abends zählt zweifellos das fulminant vorgetragene „Mindmachine“. Mit einem atemberaubenden musikalischen Akt zeigt sich hier die brachiale Kunst des kreativen Keyboarders Horn. Daran anschließend: der Song „Overload“, der einem gefühlten Ritt durch die Prärie gleicht und im Exzess endet. Mit „Along our Road“ endet ein inspirierendes Klangerlebnis. Die Lakaien sind gereift, älter und weiser – wie auch ihr Publikum.



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