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Aber „Hier kommt Lola“ fehlt es an Tiefgang

„Soulkitchen“ für Kinder

Man nehme ein paar bekannte Schauspieler, eine niedliche Geschichte rund um Freundschaft und Träume. Garniert das Ganze mit etwas leichtfüßiger Musikuntermalung. Würzt noch leicht an Schärfe nach mit den Themen Toleranz und Anderssein – und schon kommt ein großartiger Kinderfilm dabei heraus? Ganz so einfach ist das leider nicht. Oder Regisseurin Franziska Buch sollte mal einen Kochkurs besuchen…

veröffentlicht am 05.03.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:41 Uhr

Spielt im Gegensatz zu Julia Jentsch und Nora Tschirner hinreiße

Autor:

Julia Marre
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Keine Frage: „Hier kommt Lola“ ist ein rundum niedlicher Kinderfilm. Aber ein bisschen tiefergehen könnte er schon. Da ist die neunjährige Lola (hinreißend gespielt von Meira Durand). Nacht für Nacht schlüpft sie im Traum in die Rolle der berühmten Sängerin Jacky Jones. Dann rockt sie die Schule. Ist bei allen beliebt. Und Geldsorgen gibt’s auch keine. Im wahren Leben jedoch ist das anders. Lola ist neu in der Klasse und wünscht sich eine beste Freundin. Doch irgendwie klappt das mit keinem der Mädchen. Und weil ihr brasilianischer Vater nebenbei ein Restaurant eröffnet, driftet die Geschichte dann ab in ein unschlüssiges Familien-Allerlei. Die Gesangskarriere? Wird einfach mittendrin vergessen und nur noch in gelegentlichen Song-Einblendungen weiterverfolgt. Die beste Freundin? Wird auf allzu vorhersehbaren Umwegen gefunden. Und die Handlung erinnert stark an Fatih Akins „Soulkitchen“ – nur eben in der Grundschüler-Version.

Hinzu kommt, dass zwar Axel Prahl ein kerniger Opa ist. Aber Julia Jentsch und Nora Tschirner als junge Mütter ihr schauspielerisches Talent wohl an der Garderobe abgegeben haben. Schade.

„Hier kommt Lola“ läuft derzeit täglich um 15 und 17.15 Uhr im Maxx-Kino Hameln

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