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Sonderlich witzig ist das allerdings nicht

Millionenerbe Eddie lässt es sich gut gehen, liebt durchzechte Nächte und schöne Frauen. Da meldet sich sein Schutzengel. Und der ist extrem dicköpfig. Eddie bleibt nichts anderes übrig als sich zu ändern. Und so nebenbei agiert eine rüstige Seniorentruppe und natürlich geht es auch um die Liebe. Nur, auf Spielfilmlänge ausgewalzt, ist das alles nicht wirklich witzig - von den Parodien der Schlagerstars einmal abgesehen, wie unser Kritiker. Michael Ranze, findet.

veröffentlicht am 26.12.2013 um 15:10 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:21 Uhr

ku
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Eddie (Alexander Fehling) lässt es sich als Alleinerbe einer Getränkefirma, die in Hamburgs schicker Hafencity residiert, gut gehen. Mit dem Alltagsgeschäft möchte er nicht belästigt werden, es sei denn, er darf den Kugelschreiber behalten, nachdem er irgendwelche Verträge unterzeichnet hat. Viel lieber widmet er sich allerdings den angenehmen Seiten des Lebens, also durchzechte Nächte und schöne Frauen. Das kann natürlich so nicht weitergehen, und so bekommt der Millionenerbe urplötzlich Besuch von Buddy (Michael „Bully“ Herbig), seinem Schutzengel.
 Eddie traut seinen Augen nicht und glaubt zunächst an einen Scherz, vielleicht sogar mit versteckter Kamera. Doch Buddy, für andere nicht sichtbar, weicht ihm nicht von der Seite. Schlimmer noch: Auf rüde Zurückweisungen reagiert er extrem dickköpfig und kann sich darum auch als veritable Nervensäge erweisen. Da hilft alles nichts: Eddie muss ein besserer Mensch werden, will er nicht über kurz oder lang in der Klappsmühle landen.
 Engel und ihre schützende Funktion, aber auch unsichtbare Begleiter wie zum Beispiel „Mein Freund Harvey“, kennt man seit den dreißiger Jahren aus zahlreichen Hollywood-Komödien.
 Michael „Bully“ Herbig, der hier als Autor, Produzent, Regisseur und Titeldarsteller fungiert, bedient sich ungeniert der Versatzstücke der Vorbilder und gefällt sich selbst in der Rolle des abgeklärten Kauzes, der einen göttlichen Auftrag erfüllen muss.
 Sonderlich witzig ist das auf Spielfilmlänge allerdings nicht. Am besten ist Bully Herbig, der seit sechs Wochen mit seiner Pro-7-Sitcom „Bully macht Buddy“ auf den Kinostart multimedial hinführt (Ein Schelm, der Böses dabei denkt), immer dann, wenn er Schlagerstars wie Dieter Thomas Kuhn oder Karel Gott, aber auch einen Soul-Sänger wie Stevie Wonder parodiert.
 Natürlich gibt es dann im „Keinohrhasen“-Stil eine Liebesgeschichte, hier mit einer schönen, alleinerziehenden Pflegerin aus dem Altenheim – Anlass, eine rüstige Seniorentruppe, schlagfertige Kollegen und knuffige Kinder zu präsentieren. Jetzt müssen Mann und Frau nur noch zusammenfinden, die Sache mit der Getränkefabrik klärt sich dann von ganz allein.
 Einzelne Actionszenen und gelegentliche Pointen dienen weder der Handlung noch machen sie Spaß, und so muss man sich als Zuschauer fragen, warum Bully Herbig diesmal so schlecht beraten war.



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