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Werke von Henze und Mendelssohn im vierten Sinfoniekonzert der Staatsoper Hannover

Sommernachtsträume mal ruppig, mal duftig

Hannover. Stärkere Kontraste musikalischen Ausdrucks sind kaum vorstellbar: Felix Mendelssohns Bühnenmusik zu Shakespeares „Sommernachtstraum“ und die in Hans Werner Henzes achter Sinfonie zu einer Art sinfonischer Dichtung verarbeiteten Texte. Beide Werke bildeten die Antipoden im vierten Sinfoniekonzert der Staatsoper Hannover.

veröffentlicht am 18.02.2009 um 17:23 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 11:41 Uhr

Autor:

Thomas Herms
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Die Regie ließ Henze den Vortritt, wohl um die Konservativen unter den Hörern mit dem abschließenden Meisterwerk des 200-jährigen Jubilars dieses Jahres zu versöhnen. Henzes dreisätzige Sinfonie, 1993 innerhalb eines Jahres entstanden und von ihm selbst als „leichte, verrückte Musik“ bezeichnet, barg in allen Sätzen immer noch viel dynamischen Sprengstoff, um lyrische Passagen der Streichergruppen zu überdonnern mit allem, was an Blech zu aktivieren war. Oder aber: fünf Xylofone und ihnen verwandte Schlagwerke, unterstützt von kräftigen Unisono-Bassschlägen des Klaviers, dazu scheppernde Celesta-Überstrahlungen, sorgten für das lautstarke Gegengewicht vor den bewegten Klangreihen der Streicher. Ein ordnendes Prinzip innerhalb einer frei entwickelten Harmonik legte Strukturen frei, die für Henzes jeweiligen Entwicklungsstand typisch waren und sich in der achten Sinfonie als reifem Spätwerk sammelten. Mit sich selbst im Einklang, konnte Henze dann auch in Erinnerung an die Uraufführung in Boston schreiben: „Alles war hell und klar und voller Wärme und Liebe und ich freute mich sehr.“

Uneingeschränktes Lob gebührt den Ausführenden unter der beweglichen und animierenden Leitung von Andreas Stoehr, die anschließend Mendelssohns Bühnenmusik mit den Ohrwürmern „Ouverture“ und „Hochzeitsmarsch“ zu einem makellosen Hörerlebnis gestalteten. Esther Maria Barth, Nina Petri und Hans Hellmann vermittelten Shakespeares Texte akzentuiert und gut verständlich.

Die Gesangssoli von Hinako Yoshikawa und Barbara Senator trugen mit dem Damenchor der Oper schließlich zu einem erfolgreichen Sommernachtsabend im Februar bei.



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