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Zusammenhang von Keramik und Malerei

„Sommerbrand“-Ausstellung: Malerei auf dreidimensionalen Formen

HAMELN. Vorsicht, nicht nur außen auf der Keramik von Britta Hansen lauern drei lustig bechernde Ratten, auch aus dem Inneren lugt das für Hameln so typische Getier hervor. „Nächtliche Verschwöung“ lautet der Titel des von Britta Hansen zusammen mit Eva Koj geschaffenen Steingutgefäßes.

veröffentlicht am 19.06.2017 um 09:24 Uhr

Katharina Link (re.) und Frauke Alber zeigen eines der Werke der „Sommerbrand“-Ausstellung. Foto: eaw
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Autor

Ernst August Wolf Reporter
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Beide Künstlerinnen haben sich mit der Sgraffitotechnik auseinandergesetzt und nutzen sie mitunter für gemeinsame Arbeiten. Britta Hansen beschreibt den Vorgang: „Es wird schwarze Engobe auf die Porzellan- oder Steingutgefäße aufgebracht, die dann wieder weggeritzt wird, so dass eine Zeichnung oder eine Schrift sichtbar wird.“ Nach dem Porzellanbrand erfolgt ein weiterer Goldbrand, der in den aufgebrachten Geschichten Glanzpunkte setzt. So funkelt etwa goldener Wein in den Kelchen der Ratten der „Nächtlichen Verschwörung.“

„Alle gezeigten Arbeiten weisen eine Gemeinsamkeit auf“, erklärt Margret Faita. „Die Oberflächen sind nicht dekorativ, es handelt sich nicht um Dekor, sondern um Malerei auf dreidimensionalen Formen.“ Es sei, so die Galeristin, „quasi ein keramischer Spagat auf dreifachem Hochseil zwischen Design, handwerklicher Keramik und Bildender Kunst.“

Beim diesjährigen „Sommerbrand“ im 25. Jahr des Bestehens ihrer Galerie zeigt Margret Faita Arbeiten von Jochen Rüth und Georg Kleber, Frauke Alber und dem Keramikerinnen-Duo Eva Koj und Britta Hansen. „Es sind Bilder ohne Anfang und Ende, die oft auch an altgriechische Vasen denken lassen“, so Faita. Bilder, die, ob abstrakt oder gegenständlich, die Fantasie beflügeln. So wie der Zauberer Dr. Helge Hill, der bei der Ausstellungseröffnung im Hof der Galerie einige magische Kunststücke vorführte und deutlich werden ließ, wie eng die tiefgründige Malerei auf den Steingut- und Porzellanobjekten mit den die Fantasie anregenden Illusionen eines Stand-up-Zauberers verbunden sind.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 26. August, montags bis freitags von 10-13 und 15-18 Uhr und samstags von 10-16 Uhr in der Galerie Faita in der Alten Marktstraße 45.

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