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Was Kunstkreis, Galerie arche und Keramikgalerie Faita in den kommenden Monaten ausstellen

So wird das Kunstjahr in Hamelner Galerien

Hameln. Der kanadische Maler Alex Colville hat in diesem Jahr das Programm des Kunstkreises maßgeblich beeinflusst. Und höchstwahrscheinlich weiß er nicht einmal davon. Welchen Beitrag er geleistet hat? Colville hat einst einen schönen Satz gesagt: „Als guter Realist muss ich alles erfinden …“. Ein Satz, den der Kunstkreis-Vorsitzende Dr. Victor Svec zum Anlass genommen hat, den kommenden Ausstellungen im Rolf-Flemes-Haus am Rathausplatz einen Stempel zu verpassen. „Realismus“ lautet die Überschrift, die über den fünf geplanten Ausstellungen des Jahres prangt. „Mir war eine klare Konzeption wichtig, damit der Kunstkreis Profil zeigt“, sagt Svec. Was die Galerie damit in diesem Jahr versucht: eine Bestandsaufnahme zeitgenössischer Realisten zu präsentieren. Das Konzept basiere auf seinem Wunsch: „Realistische Kunst steht im weitesten Sinne im Mittelpunkt meines Interesses.“ Wie viele Facetten dieser Kunststil hat, offenbart sich bereits beim ersten Blick auf den Kunstkreis-Flyer. „Die einzelnen Ausstellungen trennen Welten; es gibt gravierende Unterschiede“, fasst Svec zusammen.

veröffentlicht am 02.02.2011 um 15:39 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 03:41 Uhr

„Rodin zeichnet Hugo“ heißt dieses Bild von Jochen Stücke, das der Kunstkreis ab dem 5. November zeigen wird.

Autor:

Julia Marre
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Nach der zurzeit zu sehenden Fotografie-Ausstellung „Magic Places“, die Bilder von Rolf Linnemann und Christoph von Haussen beinhaltet, stehen ab dem 12. März Werke von Dimitri Vojnov auf dem Programm. Der in Bulgarien geborene Maler und Bildhauer, der seit 1986 in Frankfurt am Main lebt, arbeitet viel mit kunstgeschichtlichen Zitaten. Im Mai dann räumt der Kunstkreis drei hessischen Realisten Raum ein. Clemens Erlenbach, Jörg Koltermann und Andreas Wald verbindet eine Affinität zu amerikanischen Fotorealisten. „Das ist etwas anderes als nur ein Foto abmalen und auf Wiedersehen“, sagt Svec.

Dem Maler, Grafiker und Comicautor Guido Sieber ist ab dem 27. August eine Ausstellung gewidmet mit „Malerei, die rockt“. Es sind Motive aus der Rock- und Popkultur, die der Künstler „mit einem kritischen Blick einfängt und der Oberflächlichkeit preisgibt“, so der Kunstkreis-Vorsitzende. Siebers Blick sei ein rotziger, der hinter die polierte Hollywood-Fassade späht. Das Jahresprogramm im Kunstkreis beschließt Jochen Stücke. Der Schüler von Rolf Escher erzählt fiktive Geschichten, indem er „zeitlich übergreifende Sujets und Personen miteinander verbindet“, sagt Victor Svec. Eine Weihnachtsausstellung wird es im Kunstkreis in diesem Jahr nicht geben.

Anders in der Galerie arche im Haspelmathturm: Hier gehört die Dezember-Ausstellung „Das kleine Format“ ins Programm wie die Kastanien an den Kastanienwall. Zuvor aber gibt es eine bunte Mischung aus Einzel- und Gruppenausstellungen von arche-Mitgliedern und Künstlern von auswärts. Nigel Packham, der bis vor kurzem Vorsitzender des BBK-Stadtverbandes Hannover war, malt, zeichnet und druckt. Seine Bilder, die ab 18. Februar in der Galerie arche zu sehen sind, sind nicht immer abstrakt, sondern oft auch historischen Themen gewidmet. Abstrakte Malerei zeigt auch Hans Holle ab 10. Juni. Der in Berlin und Dänemark lebende Künstler greift gern zu Wasserfarben und Aquarell, macht Radierungen, Lithografien und Holzschnitte. „Radierungen nutze ich nicht, um Motive zu vervielfältigen, sondern für den Bildfindungsprozess“, sagt Holle, der einst in Hameln zur Schule ging. Neben einer Themen- und einer Herbstausstellung zeigen die arche-Künstler Otto Almstadt (ab 25. März), Susanne Gührs und Wolfgang Meier (ab 15. Juli) und Helmut Dohrmann (ab 28. Oktober) in Einzelausstellungen ihre Arbeiten.

Und in der Galerie Faita an der Alten Marktstraße? „Dort sind in einer ständigen Ausstellung zeitgenössische keramische Arbeiten zu sehen“, sagt Galeristin Margret Faita. Darüber hinaus gibt es in diesem Jahr drei Sonderausstellungen. Eine erste Schau ab dem 27. Februar ist den Hamburger Künstlerinnen Karin Bablok und Silke Decker gewidmet. Ihre Objekte, die zwischen Plastik, Malerei und Gefäß angesiedelt sind, wurden bereits national und international ausgezeichnet. „Silke Decker arbeitet mit Angorafäden, die sie in flüssiges Porzellan taucht und zu Objekten zusammensetzt“, erklärt Margret Faita die außergewöhnliche Technik. In einer Sommerausstellung ab dem 21. Mai zeigen diverse Künstler ihre Skulpturen, Plastiken und Gefäßobjekte für den Innen- und Außenraum. Sigrun Wassermann und Klaus Dorrmann zeigen in der Ausstellung „Paarweise“ dann ab 8. Oktober Gefäßobjekte, Wandarbeiten und Großformatiges.

Die Galerien im Internet: www.kunstkreishameln.de, www.kuenstlergruppe-arche.de und www.keramik-galerie-faita.de.



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