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Neue Stand-up-Comedy-Show

So war Carolin Kebekus in der Swiss-Life-Hall

HANNOVER. Wer zu einer Carolin-Kebekus-Show geht, weiß meist, was ihn erwartet: Die 36-jährige Kölnerin ist bekannt für ihre direkte und auch ordinäre Art. Dass sie gerne auch mal unter die Gürtellinie zielt, zeigte sie in der Swiss-Life-Hall, wo es zweieinhalb Stunden lang vor allem um Sex und Saufen sowie um Party-Anekdoten und Ideen zur sexuellen Früherziehung ging.

veröffentlicht am 24.04.2017 um 15:31 Uhr

Carolin Kebekus wirbelt in ihrem schwarzen Lederrock von einer Seite der Bühne zur anderen . Foto: Tim Schaarschmidt

Autor:

Lisa Malecha

Was bei vielen Comedians schnell peinlich wirkt, funktioniert bei Kebekus – vielleicht auch, weil hinter den Vulgaritäten oft ein ernster Kern steckt.

Einmal spricht Kebekus über den Schutz vor sexueller Belästigung. Erst im vergangenen Jahr habe sich hier etwas geändert. „Bis dahin war dein iPhone besser geschützt als dein Arsch“, sagt sie. Immerhin komme niemand auf die Idee, beim Diebstahl des Smartphones die Mitschuld beim Besitzer zu suchen – bei einer Vergewaltigung sehe das leider anders aus.

Egal worüber Kebekus meckert, sie gestikuliert dabei wild, wirbelt in ihrem schwarzen Lederrock von einer Seite der Bühne zur anderen, zieht Grimassen, verstellt ihre Stimme.

„Man weiß gar nicht, worüber man noch Witze machen darf. Bei allem erntet man einen Shitstorm“, sagt Kebekus, die immer wieder Kritik einstecken musste – unter anderem von Helene-Fischer-Fans, Neonazis oder Katholiken.

Abgeschreckt hat sie das aber nicht.

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