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Landesmuseum Hannover: Die Schätze der Indianer Kanadas

So vielfältig wie wechselvoll

Hannover. Erstmalig in Europa kann das Landesmuseum Hannover Schätze des Canadian Museum of Civilization aus Gatineau/Ottawa präsentieren: die umfangreichste Sammlung über die Ureinwohner Kanadas, der sogenannten indigen Bevölkerung, archäologische, ethnologische Objekte der Indianer des Landes – und als künstlerische Zugabe: spontane und authentische Porträts von Nicholas de Grandmaison, bieten dem Besucher ein besonderes Erlebnis.

veröffentlicht am 26.07.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 23:41 Uhr

Autor:

Klaus Zimmer
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Kulturschaffen der „First Nations“

Die dargebotenen Artefakte zeugen von der Vielfalt, der wechselvollen Geschichte und dem Kulturschaffen der als „First Nations” bezeichneten indianischen Völker, die in der Arktis lebenden Inuit und die europäisch-indianischen Bevölkerungsgruppe, genannt Métis, deren Lebensräume von der Arktis im Norden bis zu den Grassteppen im Süden reichen, von den riesigen Laub- und Mischwäldern im Osten bis zu den Regenwäldern im Nordosten.

Die in der Anthropologie als Indianide bezeichneten Ureinwohner Kanadas sind so verschieden wie ihre Geschichten und ihre Sprachen – sind mitunter so verschieden wie etwa Deutsch und Arabisch. Der Name „Indianer” geht, wie man annimmt, auf den Irrtum Kolumbus zurück, der bei seiner Landung in Amerika glaubte, Indien auf dem westlichen Seeweg erreicht zu haben. Die Ureinwohner sind wahrscheinlich über eine damals im Bereich der Beringstraße bestehende Landbrücke aus Asien eingewandert.

Unterschiedlichste Lebensweisen und Wirtschaftsformen wie die der nomadisierenden Jägervölker der Plains, oder der Bodenbauern im Gebiet der großen Seen haben, wie die Ausstellung zeigt, ein Mosaik an faszinierenden kulturellen Erzeugnissen hinterlassen.

Zeichen der Vergangenheit

Ein weiterer Höhepunkt ist die Ausstellung „Zeichen der Vergangenheit” in der Landesgalerie: 21 authentisch nach der Natur entstandene Porträts und Relikte des Malers Nicholas de Grandmaison, die in den Jahren von 1930 bis 1960 entstanden sind.

Die Ausstellung: geöffnet Di.-So. 11 bis 17 Uhr, Do. 10 bis 19 Uhr, ist bis 2. August 2009 zu sehen. (www.landesmuseum-Hannover.de).



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