weather-image
23°

Musikrevue „Weiblich, 45 plus, na und?“ verwandelt Tabuthemen in vergnügliche Unterhaltung

So machen selbst die Wechseljahre Spaß

Hameln. Erfrischend komisch und temperamentvoll stellte das Essener Theater im Rathaus am Freitagabend unter Beweis, dass Wechseljahre im wahren Wortsinn „heiße Zeiten“ sind. In einer mitreißenden Musikrevue treffen sich vier Ladies, die unterschiedlicher nicht sein können, auf dem Weg nach New York im Wartebereich des Abflugterminals. Da sind die bissige Karrierefrau, das treusorgende Hausmütterchen, die vornehme Lady und als Auffrischung die junge Frustrierte, deren biologische Uhr in einer alles übertönenden Lautstärke tickt.

veröffentlicht am 09.01.2011 um 15:24 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 05:41 Uhr

270_008_4433387_ku102_1001.jpg

Autor:

Andrea Gerstenberger
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Weiblich, 45 plus, na und?!“ – unter diesem Motto hatte Dorothee Starke ins Hamelner Theater geladen und damit den Nerv der einheimischen Ladies getroffen. Das Theater war voll – und die Herren in der bemitleidenswerten Minderheit. Ein Foyer voller schnatternder Freundinnen, Kolleginnen und sonstiger Damencliquen diskutierte vor Beginn der Vorstellung seine Erwartungen an den Abend. Und bis auf die mitunter schlechte Tonqualität wurde es nicht enttäuscht.

Auf der Bühne zeigte ausgerechnet das brave Hausmütterchen zur Überraschung aller schon zu Beginn, was in ihm steckt und was die Message des Abends ist. In dem Song „Ich freu mich auf die Wechseljahre“ tobte Angelika Mann als kleines Powerpaket über die Bühne und riss das Publikum mit. Auftakt zu zweieinhalb Stunden Musikrevue, die frühere Tabuthemen zu überaus vergnüglichen Symptomen des weiblichen Klimakteriums werden ließ. Bekannte Melodien der 60er, 70er und 80er Jahre sorgten für den Schwung, die thematischen Liedtexte von Bärbel Arenz für das Augenzwinkern. So wurde aus „Pretty Woman“ das Lied „Business Woman“, das Dagmar Hurtak-Beckmann in all seinen Facetten erhoffter Überlegenheit überzeugend darstellte. Inez Timmer zeigte als vornehme Lady bravourös ihren feinen Humor in Wort und Gestik, während Nicole Rößler mit gekonnt präsentierter seelischer Instabilität für Abwechselung sorgte. Die Vier ließen nichts aus: Emotionen, Depressionen, Inkontinenz, Heißhunger, Hitzewallungen und der allgegenwärtige Wahn nach ewiger Jugend und Schönheit verloren für einen Abend ihren Schrecken. Das machte Mut. Zumindest wenn man – weiblich – 44-jährig im Zuschauerraum saß.

Die Vier vom Terminal: Dagmar Hurtak-Beckmann, Inez Timmer, Angelika Mann, Nicole Rößler. Foto: Theater



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?