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In der Konzertreihe „RarePop im Landkreis“ schickt die Sumpfblume Newcomerbands und Konzertbesucher durchs Weserbergland

Sieben Trostpflaster fernab der großen Bühnen

Hameln. Wer gern Lieder von Nick Cave, Tocotronic oder Grizzly Bear hört, der hatte bislang immer dienstags von 18 bis 20 Uhr eine Verabredung mit Chris Ott – und seiner Radio-Aktiv-Sendung „Rare Pop“. Das Hörfunkformat, das alternative Neuerscheinungen aus Rock, Pop und Groove vorgestellt hat, gibt es zwar seit kurzem nicht mehr. An seiner Stelle bahnt sich nun eine Konzertreihe ihren Weg durchs Weserbergland, die Bands jenseits der Charts und des Massengeschmacks vorstellt. „RarePop im Landkreis“ heißen die von der Sumpfblume und von Radio Aktiv initiierten Konzerte.

veröffentlicht am 02.04.2013 um 17:23 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

Julia Marre
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„Unsere Idee war es, Newcomerbands dorthin zu bringen, wo man überhaupt nicht mit ihnen gerechnet hätte“, sagt Marion Komarek, Geschäftsführerin der Sumpfblume. So gastieren von April bis November sieben Bands, die Popmusik machen, in und um Hameln. Die von der Bürgerstiftung Weserbergland und dem Landschaftsverband geförderte Konzertreihe bietet jenen Musikern ohne Platten- oder Promotionsfirma im Rücken Auftritte auf kleinen Bühnen – und sie bietet neugierigen Musikliebhabern kostbare Entdeckungen.

Den Auftakt macht die Berliner Mädchengang Laing am 18. April in der Sumpfblume. Die Band um Leadsängerin und Songschreiberin Nicola Rost ist nicht erst seit Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“ ein Geheimtipp. Bereits am 11. Mai geht es weiter: Die Gruppe Popstickel um die Brüder Johannes und Andreas Stickel verwandelt Coppenbrügges Alte Wurstfabrik in eine Tanzfabrik. Ihr harmonischer Sound verkuppelt Synthie-Beats mit Gitarrenriffs. Mit seinem Musikprojekt Lauter Leben gastiert der Berliner Singer/Songwriter Nicolas Rebscher am 25. Mai in der Sumpfblume – mit handgemachter Musik und deutschen Texten. Toni Kater, die bereits bei der „Kultur in den Höfen“ zu erleben war, macht mit ihrem deutschen Indie-Pop am 13. September das Kultourismusforum in Hessisch Oldendorf unsicher. Zwischen den Beatles und Rio Reiser ist der Bochumer Songwriter Tommy Finke anzusiedeln, der im Gemeindehaus Emmern auftreten wird. Die Hamburger Pop-Punk-Band Findus – sie hinterließ im September 2011 als Vorgruppe für Turbostaat in Hameln einen bleibenden Eindruck – klettert im November auf die Sumpfe-Bühne. Und Diane Weigmann, die ehemalige Frontfrau der Lemonbabies, ist in der Kulturmühle Buchhagen zu erleben.

Ein buntes Konzertprogramm also, das nicht nur eine Reminiszenz an die einstige Radio-Aktiv-Sendung ist, sondern auch voller vielversprechender Trostpflaster steckt.

Nicolas Rebscher hat gut lachen: Soeben ist sein Debütalbum „Richtung Morgen“ erschienen.

Soeren Schaller



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