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Von Hannover nach Kassel: Christine Litz ist als Projektleiterin der documenta 13 tätig

Sie ist die „Kohlen-aus-dem-Feuer-Holerin“

Hannover/Kassel. Die documenta gilt als weltweit größte Ausstellung zeitgenössischer Kunst und als das älteste Museum Europas. Die Kunsthistorikerin Christine Litz ist seit Oktober Projektleiterin der documenta 13, die vom 9 Juni bis 16. September 2012 in Kassel stattfinden wird. Sie studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Pädagogik und promovierte 2002 mit einer Dissertation zur Schrift in der Bildenden Kunst. Seit Ende 2007 arbeitete Litz im niedersächsischen Kulturministerium als Referentin für bildende Kunst. Mit ihr sprach Johanna Di Blasi.

veröffentlicht am 04.01.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:21 Uhr

Christine Litz arbeitete als Assistentin des Direktors Kasper Kö
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Frau Litz, was ist Ihre Aufgabe bei der documenta 13? Sind Sie so etwas wie die rechte Hand der künstlerischen Leiterin? Und wie setzt sich das Team diesmal zusammen?

Als Projektleiterin laufen bei mir die Fäden zusammen, die mit der Realisierung der Ausstellung zu tun haben. Dazu gehören die Suche, Sicherung und Herrichtung von Ausstellungsorten ebenso wie die Zusammenarbeit mit Künstlern in der Planung und Umsetzung ihrer künstlerischen Projekte und auch deren Finanzierung. Der Geschäftsführer der documenta GmbH, Bernd Leifeld, hat meine Aufgabe knapp als die klassische Aufgabe eines „Troubleshooters“, im Sinne von einer Kohlen-aus-dem-Feuer-Holerin, bezeichnet. Zur Zusammensetzung des Teams kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Klar ist, dass Carolyn Christov-Bakargiev international sehr gut vernetzt ist.

Wie kamen Sie dazu, für die documenta tätig zu sein?

Den Ausschlag, mich zu kontaktieren, gab wohl meine Arbeit als Projektleiterin der skulptur projekte münster 07, wo ich viele Erfahrungen mit der Produktion von Kunstwerken und dem Format der Großausstellung gemacht habe. Mich erreichte die Anfrage der documenta GmbH am niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, wo ich als Referentin für bildende Kunst tätig war. Bei einer documenta mitzuwirken ist ein Angebot, das man als Kunsthistorikerin mit Schwerpunkt in der zeitgenössischen Kunst einfach nicht ablehnen kann und möchte. Der Kulturminister Lutz Stratmann hat großes Verständnis gezeigt und mich für die Aufgabe beurlaubt. Er und die Abteilungsleiterin, Annette Schwandner, unterstützen mich sehr und sehen vor allem die Vorteile, dass ich bei meiner Rückkehr jede Menge Kontakte und Erfahrungen für Niedersachsen nutzbar machen kann.

Welchen Eindruck haben Sie von Frau Christov-Bakargiev bisher gewinnen können?

Sie ist charismatisch, energiegeladen und geht die Aufgabe mit Verve an.

Können Sie zum inhaltlichen Konzept schon etwas sagen? Was wird das Besondere an der documenta 13 sein?

Das Besondere an dieser documenta ist das Besondere an jeder documenta. Es liegt in den Rahmenbedingungen der Ausstellung, das heißt, jede documenta hat die uneingeschränkte und geschützte Freiheit, sich neu zu erfinden, sich neu zu denken.

Welche bisherigen documentas haben Sie begeistert?

Auf der documenta 9 von Jan Hoet habe ich im Fridericianum die Arbeit von Bruce Nauman gesehen. Ich hatte zuvor nichts vergleichbar Intensives gesehen. Dies gab den Ausschlag, dass ich mich als Kunsthistorikerin auf die zeitgenössische Kunst spezialisierte. Für mich war es dann sehr erfüllend, sowohl im Museum Ludwig mit „Mapping the Studio. Fat Chance John Cage“ und in Münster mit „Square Depression“ mit Bruce Nauman zusammenzuarbeiten.

Wo haben Sie in Kassel Ihr Büro?

Ich teile mein Büro mit der persönlichen Assistentin der Documenta-Leiterin Eva Scharrer, und es befindet sich im sogenannten Dock4 hinter dem Fridericianum.



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