weather-image
10°
Hannelore Hoger gewährte Einblick in ihr Schauspieler-Leben

„Schimanski“ war schwierig

HAMELN. Hannelore Hoger, eine der beliebtesten deutschen Schauspielerinnen, war für eine Lesung aus ihrem Buch „Bilder aus meinem Leben, ohne Liebe trauern die Sterne“ zu Gast in der nahezu voll besetzten Hamelner Marktkirche.

veröffentlicht am 17.09.2017 um 20:55 Uhr

Spannend und anrührend: die Lesung mit Hannelore Hoger in der Marktkirche. Foto: mm

Autor:

Meike Münck
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Schauspielerin beginnt mit ihrer Kindheit in Hamburg. Sie erzählt munter von den großen und kleinen Familiendramen, ihren geliebten Haustieren Katzen, Hunden und Hasen sowie ihren drei Geschwistern. Von ihrer Mutter Johanna Hoger, eine gelernte Schneiderin und Hausfrau und von ihrem Vater, dem bekannten Schauspieler Leo Hoger. Vom Spielen auf der Straße und dem festlichen Weihnachtsbraten, einer delikat gefüllten Gans. Die Besucher erfahren, wie die Familie ausgebombt wurde und in eine baufällige Wohnung im ehemaligen Hamburger Judenviertel zog.

Es folgt die entbehrungsreiche Nachkriegszeit: Hoger gewährt Einblicke in das Seelenleben ihres Vaters, erzählt von ihrer Tochter Nina. Natürlich kommen auch das Theater und ihre Schauspielkarriere nicht zu kurz. Mit 17 Jahren startete sie durch, das erste Engagement erfolgte in Ulm, es schlossen sich weitere erfolgreiche Auftritte auf diversen Bühnen an. Hoger spricht von ihrer Zusammenarbeit mit solch bekannten Regisseuren wie Peter Zadek, Edgar Reitz und Alexander Kluge, die sie prägten. Im Fernsehen debütiert sie 1965 mit „Zeitsperre“. Richtig bekannt wird sie aber als Kommissarin Bella Block. Auch über ihre Kollegen spricht die Schauspielerin, etwa über Götz George. Die Zusammenarbeit mit dem Mimen sei schwierig gewesen, erinnert sich Hoger.

Am Ende erzählt sie noch von der Liebe und dem Glück und die richtigen Personen zum richtigen Zeitpunkt getroffen zu haben. Sie lässt die Besucher teilhaben an einer Seite, die öffentlich kaum bekannt ist. Als Schirmherrin der Hilfsorganisation Helpage engagiert sie sich für das Projekt „Jede Oma zählt“. Durch dieses Projekt sollen Großmütter in ihrem harten Alltag unterstützt werden, die ihre durch Aids verwaisten Enkel großziehen. Fazit: eine rundum gelungene Veranstaltung, die der Soroptimist International Club Hameln/Pyrmont organisiert hat. Abgerundet von einem Sektempfang und der Möglichkeit, sich von Hannelore Hoger ein Buch signieren zu lassen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare