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Fiddlers Green liefern in der fast ausverkauften Sumpfblume eine mitreißende Show

Scharfer Speedfolk-Eintopf

Hameln. Deftig schmeckend füllt ein aus Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Hammel- oder Rindfleisch zubereitetes traditionelles Irish Stew hungrige Mägen. Wie keltische Hausmannskost aber Kalorien verbrennt und Gäste restlos begeistert, zeigte die Erlanger Band Fiddlers Green am Samstag in der nahezu ausverkauften Sumpfblume. Sie tischen einen scharfen musikalischen Speedfolk-“Eintopf“ auf – gewürzt mit satirisch-launiger Moderation und keltischer Erzählkunst.

veröffentlicht am 25.04.2016 um 08:23 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:18 Uhr

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Autor:

Gabriele Laube
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In der gemütlichen Küche dudelt das Radio, Töpfe und Pfannen hängen überm Herd - sie werden noch gebraucht. Die exzellenten Musiker von Fiddlers Green zeigen auf ihrer akustischen Kneipentour, wo und wie sie vor 26 Jahren geprobt haben. Zurück zu den Wurzeln also, doch auch ohne elektronische Verstärkung starten Ralf Albers (Banjo, Gitarren, Gesang), Patrick Prziwara (Maultrommel, Gitarre), Tobias Heindl (Geige, gezupft und gestrichen, Glockenspiel), Stefan Klug (Akkordeon, Mundharmonika), Rainer Schulz (Bass) und Frank Jooss (Percussion, Töpfe und Deckel) von Anfang an temporeich durch.

Zwischen Traditionals wie „This Old Man“ und Balladen wie „Dirty Old Town“ erklingt Speed-Folk mit Zutaten aus Rock, Punk, einer Prise Samba und bei „Star of the County Down“ sogar ein wenig Techno. Albers reckt die Faust, fordert zum Mitsingen auf und gibt den Takt zum Klatschen vor – die Arme schwenken hin und her, das Publikum wirkt glücklich.

Die Barhocker bremsen den Bewegungsdrang der Musiker, umso mehr pogen die Fans- die wie erwartet auch wieder Teil der Show sind. Jan und Denise tanzen nach einem Trinkspiel auf der Bühne und vier junge Frauen dürfen die Pfannen und Deckel halten, auf denen Jooss zu „Meermaid“ trommelt, ein ungewöhnlicher Gag. Als Dankeschön gibt es einen Kochlöffel für jede von den Spaßmachern. Prziwaras humorvolle Moderationen kommen an, seinen satirischen Seitenhieb auf die Erdogan-Affäre verpackt er in die Geschichte zum irischen Lied „The Jolly Beggar“.

Die Vorstellung der Musiker ist pure Show: Mit Zeitlupenschlagzeug im Blitzlichtgewitter sorgt Jooss für Stimmung. Heindl spielt „7 Nations Army“ auf dem Glockenspiel.

Satte zwei Stunden mit Zugaben schenkt die Band ihren Gästen, die zum Schluss lautstark „Folk’s Not Dead“ grölen. Traditionell beschließt das rotzige „Dirty Old Town“ diesen vor Energie strotzenden Konzertabend.



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