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Die 101. Bayreuther Saison startet mit einem neuen „Holländer“

Ruhe vor dem Jubelsturm?

Bayreuth. Es ist das Jahr vor dem großen Jubiläum. 2013, zum 200. Geburtstag und 130. Todestag Richard Wagners, präsentieren die Bayreuther Festspiele einen neuen „Ring“. Die Klassikwelt wird nach Oberfranken blicken und schauen, was die vom Komponisten einst selbst initiierten Festspiele aus dem Jubiläum machen. Und in diesem Jahr? Wird die 101. Saison gar langweilig, weil alle nur an 2013 denken? Ist es die Ruhe vor dem Jubelsturm? Oder einfach einmal Zeit zum Durchatmen nach einem turbulenten Jahr für die Festspiel-Leitung?

veröffentlicht am 13.07.2012 um 12:42 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 03:21 Uhr

Autor:

Kathrin Zeilmann
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Nun ja. Schlagzeilenträchtig ist die diesjährige Premiere am 25. Juli im Vorfeld bislang tatsächlich noch nicht gewesen. Am Pult bei „Der fliegende Holländer“ wird Christian Thielemann stehen, der sich den Ruf eines Bayreuther Hausdirigenten erarbeitet hat. Er fungiert auch als musikalischer Berater der Festspiel-Chefinnen Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier. Da wird nichts schiefgehen.

Regie führt Jan Philipp Gloger. Den 1981 geborenen Regisseur darf man ruhig noch in der Kategorie Nachwuchs verbuchen. Er ist bislang vor allem im Sprechtheater aktiv gewesen. 2010 hat er in Augsburg seine erste Oper inszeniert. Mozart. Dann Händel in Dresden.

Als gnadenloser Provokateur wird Gloger wohl nicht in die Geschichte der Festspiele eingehen. In einem Zeitungsinterview hat er betont: „Diesem Druck, etwas Auffälliges machen zu müssen, setze ich mich nicht aus.“ Und weiter: „Schrille Bilder waren nie mein Ausgangspunkt als Regisseur, sondern eher Sprache und Musik.“ Die eingefleischten Wagnerianer, die 2011 die in einer brodelnden Biogas-Anlage angesiedelte „Tannhäuser“-Inszenierung von Sebastian Baumgarten heftigst geschmäht hatten, werden das gerne hören.

Ein Jahr voller Turbulenzen wird hinter der Festspielleitung liegen, wenn sich am 25. Juli die von Kanzlerin Angela Merkel angeführte Prominentenriege versammelt. Und da ist dann noch die künftige Großbaustelle Festspielhaus: Das Haus ist sanierungsbedürftig.

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