weather-image
16°
Lange Observation: Die Comedy-Show „Stulle und Bulle“ feiert Premiere am Schauspiel Hannover

Romantisch wird’s „mit der Susi von der Spusi“

Hannover. Eine Stunde waren sie jeden Tag unterwegs: eine halbe Stunde hin, eine halbe Stunde zurück. Jonas Hien und Sebastian Kaufmane lebten in Leipzig und studierten dort an der Hochschule für Musik und Theater. Sie wollten Schauspieler werden. Auf der Bühne standen sie in Halle an der Saale, eine gute halbe Stunde mit dem Auto entfernt. Hien und Kaufmane gründeten eine Fahrgemeinschaft und schmiedeten Pläne.

veröffentlicht am 05.03.2012 um 18:36 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:41 Uhr

270_008_5295430_ku_103_0603_stullebulle_254_web.jpg

Autor:

Ronald Meyer-arlt
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Während der Dienstreisen wurde die Idee zu „Stulle und Bulle“ geboren. Dann haben sich die Schauspieler Oberlippenbärte und Informationsmaterial zum Polizeidienst besorgt und ein Sketchprogramm über zwei junge Polizisten entwickelt. In Halle und anderen Theatern lief „Stulle und Bulle“ bereits mit großem Erfolg, nun hatte die „Comedy Late Night Show“ in Hannover Premiere. Gespielt wird nicht im Cumberlandschen Treppenhaus, das für solch ein Comedyprogramm vielleicht der angemessene Ort gewesen wäre, sondern auf der Cumberlandschen Bühne, die ein richtiges Theater ist. Und das ist doch ein etwas zu hohes Podest für solch eine Kleinigkeit.

„Stulle und Bulle“ ist witzig, aber ziemlich banal. Sebastian Kaufmane (der zum Ensemble des Schauspiels Hannover gehört) und Jonas Hien (der in Magdeburg spielt) stellen Polizisten dar, die Werbung für den Polizeiberuf machen. Sie erläutern die Festnahmegriffe und die an Abkürzungen reiche Dienstsprache, und sie fordern das Publikum zum Mitmachen auf. Eine kleine Liebesgeschichte mit der „Susi von der Spusi“ gibt es auch.

Hübsch sind einige Einlagen, die wie Übungen aus der Schauspielschule wirken: Reden wie in der Wochenschau, pantomimisch Autofahren und filmreife Actionszenen bei Razzien. Ob das reicht, damit „Stulle und Bulle“ dauerhaft Erfolg hat? Dazu müsste das Spiel an Tempo gewinnen und an Länge verlieren.

Die weiteren Termine: 13. und 17. März sowie am 5., 21. und 29. April.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare