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Indie-Band „We are Scientists“ in Hannover

Rockende Wissenschaftler

veröffentlicht am 03.10.2016 um 20:04 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:20 Uhr

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Autor:

Valentin Behr
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So ein Tourleben als weltweit gefragte Indie-Band kann schon anstrengend sein. So anstrengend, dass Bassist und Sänger Chris Cain gleich zweimal vergisst, vor sechs Jahren schon einmal in Hannover gespielt zu haben. Damals im Musikladen. Doch das Publikum verzeiht ihm schnell. Brennen die drei New Yorker im mit 200 Zuschauern ausverkauften und aus allen Nähten platzenden Lux doch ein wahres Indie-Feuerwerk ab.

Dabei hat Cain doch so Recht, wenn er sagt, man könne den Abend bei dem Wetter auch ganz anders verbringen. Anstatt in einem kleinen, stickigen Club abzuhängen. Doch der Sänger und sein charismatischer Kollege Keith Murray sowie Michael Tapper entwickeln an diesem Abend eine derartige Energie, dass man am liebsten gar nicht nach draußen gehen möchte, um das schöne Wetter zu genießen.

Was die drei Musiker mit nur drei Instrumenten und zwei Stimmen unter gelegentlicher Zuhilfenahme von Effekten und Samples auf die Bühne zaubern, ist beeindruckend. Nur drei Songs braucht das gut durchmischte, aber dennoch typische Großstadt-Indie-Publikum, um warm zu werden. Dann gibt es mit „Nobody Move, Nobody Get Hurt“ den ersten Hit zu hören. Der erste Höhepunkt. Gitarrist Murray ist außergewöhnlich gut aufgelegt. Er tanzt über die Bühne, windet sich hinterm Mikrofon. Gelegentlich unternimmt er Ausflüge ins Publikum, auf das Mischpult und auf einen Tisch, wobei er eine Säule fest umklammert.

Man möchte nicht meinen, dass dieser schon komplett ergraute Mann erst 39 Jahre alt ist – so stimmlich potent und spielfreudig präsentiert sich der sympathisch wirkende Frontmann. Der melodische Indie-Rock, stets im zweistimmigen Gesang vorgetragen, überzeugt. Souverän spielen die „Wissenschaftler“ ihr Set runter. „Nice Guys“, „Make It Easy“ und „Great Escape“ – ein Hit folgt auf den anderen. Nach einer Stunde dann der erste Abgang von der Bühne – durchs Publikum. Was, erst eine Stunde herum? Das möchte man nicht meinen bei dieser Hitdichte.

ZumSchluss entscheidet sich die Band, noch drei Songs dranzuhängen, was das Publikum wohlwollend quittiert. „Rules Don‘t Stop“, „After Hours“ und „Too Late“ bilden den krönenden Abschluss dieses Konzerts.



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