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"Robin Hood": Kostümiertes Märchenspiel im Schneckentempo

Hameln. Sean Connery zwängte sich für diese Rolle schon in Strumpfhosen, ebenso wie Kevin Costner und Russell Crowe. Die Messlatte für die Figur des Robin Hood, sie liegt hoch. Auch in einer Theateraufführung. Und die hat das Altonaer Theater am Sonntagabend nicht erreicht. Von Julia Marre

veröffentlicht am 05.03.2012 um 17:25 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:41 Uhr

Martin Brücker schlüpft in die Rolle von Robin Hood.  Foto: Theater
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Spannende Regie-Ideen für eine Inszenierung gibt es genug. In einer modernen Fassung könnte Robin Hood als Anhänger der „Occupy“-Bewegung auf der Bühne zelten und Pappschilder schwenken. In einer klassischen könnte er im Filz-Kostüm für die Armen kämpfen und nostalgisch mit Pfeil und Bogen schießen.

 Letzteres tut er in der Inszenierung des Altonaer Theaters am Sonntagabend auf der Hamelner Bühne. Hier wird ein kostümiertes Märchenspiel gezeigt, das actionreich mit viel scheppernden Klingen und sausenden Pfeilen protzt. Große Gefühle? Fehlanzeige. Schleppend erzählt und langatmig inszeniert ist die Regiearbeit des renommierten Kampfchoreografen Malcolm Ranson. Auch wenn darin die Fecht- und Schwertkämpfe gut einstudiert sind. Daran, dass die szenische Handlung lediglich die Actionsequenzen auszustaffieren scheint, kränkelt diese Aufführung zweieinhalb Stunden lang. Es mag daran liegen, dass die Inszenierung 2009 mit den Burgfestspielen Dreieichenhain produziert worden ist. Und sicherlich: In historischer Kulisse unter freiem Himmel aufgeführt, mag dieses Schauspiel ein unterhaltsames sein. Für eine Theaterbühne jedoch ist es dürftig.

Die vollständige Rezension des Stücks lesen Sie in der Dewezet.

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