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Was war damals mit Niki Lauda und James Hunt? Ron Howard erzählt es im spannenden Actiondrama

Rivalen der Rennstrecke

Es war das Formel-1-Duell der siebziger Jahre: James Hunt gegen Niki Lauda. Zwei Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: hier der charmante, trinkfreudige Lebemann, dargestellt von Chris Hemsworth, dort der verklemmte, pedantische Einzelgänger, verkörpert von Daniel Brühl. Als sie sich Anfang der 1970er Jahre zum ersten Mal begegnen, können sie sich auf Anhieb nicht leiden. Hunt ist der wilde, begnadete Rennfahrer, der nur im falschen Auto sitzt. Alles scheint ihm in seiner nonchalanten Art zuzufallen, vor allem die Herzen schöner Frauen. Dass er sich vor jedem Rennen übergeben muss, ist nur ein sichtbarer Beweis, dass er um die Gefahr (und seine Angst) weiß. Lauda ist da ganz anders, ein Tüftler, der sich peinlich genau vorbereitet, der schraubt und prüft, während die Kollegen in der Bar beim Bier sitzen. Und als er endlich eine attraktive Frau, nämlich Alexandra Maria Lara als Marlene Knaus, kennenlernt, spricht er nur über Autos.

veröffentlicht am 01.10.2013 um 12:22 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:21 Uhr

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Autor:

MIchael Ranze
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Manchmal hat man den Eindruck, dass Lauda sich selbst nicht leiden kann – im Gegensatz zum selbstverliebten Hunt. Das macht aus „Rush“ lange Zeit eine anspruchsvolle Charakterstudie, die sich den Männern mit all ihren Widersprüchen, Ängsten und Ambitionen klug und geschickt nähert – auch wenn man ihre rücksichtslose Leidenschaft nicht restlos versteht. Keine Frage, wem die Sympathie des Regisseurs Ron Howard („Frost/Nixon“) gehört – obwohl Niki Lauda mit immerhin drei Titeln der erfolgreichere Rennfahrer war, während Hunt sich nur mit einem begnügte und rasch jeglichen Ehrgeiz verlor.

Packende Rennszenen gibt’s natürlich auch. Nicht zu vergessen: die liebevoll und detailfreudig rekonstruierten zeitgenössischen Rennboliden. Und alles strebt auf die packende Saison 1976 zu, mit Lauda als amtierendem Weltmeister und Hunt als Herausforderer. Eine Saison ohnegleichen, faszinierend, aufregend, mit allen Aufs und Abs. Und natürlich mit Laudas spektakulärem Unfall auf dem Nürburgring, der ihn heute noch zeichnet, und seinem schnellen Comeback nur 42 Tage später. Und dann das letzte Rennen in Fuji, wo die Kontrahenten nur durch drei Punkte getrennt sind. Spannend, spannend, spannend – auch wenn man um den Ausgang weiß.

Weitere Fotos und einen Trailer von „Rush“ gibt es auf dewezet.de. „Rush“ ist heute um 20 und um 22.30 Uhr als Vorpremiere im Maxx-Kino Hameln zu sehen. Ab morgen täglich um 15, 17.30 und 20 Uhr, am Donnerstag, Freitag und Samstag auch in der Spätvorstellung um 22.30 Uhr.



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