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Inszenierung eines Objekts: Dieter Roths „Murmel“ in einem schrägen Gastspiel im Schauspielhaus

Rausch und Bogen

Hannover. Der vergnüglich bunte Abend ist auch ein Seminar in Kunstgeschichte. Sicherlich macht Herbert Fritschs Inszenierung „Murmel Murmel“ einfach Spaß. Mit einer irren Melange aus lustvoll zelebriertem Slapstick, hemmungslos überzeichneten Typen und ungezählten Kleinstgeschichten. Mit Showsplittern zwischen Akrobatik, Clownerie, Fernsehballett und großer Oper. Die Produktion der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ist zu Gast im Schauspielhaus und bringt ein gut aufgelegtes Ensemble hervorragender Schauspieler mit, die sich, mal als Chor, mal als Solisten, einer irrwitzigen Idee unterordnen. Regisseur Herbert Fritsch, der auch selbst auf der Bühne steht, bekam in den 80er Jahren als Schauspieler vom Galeristen Felix Handschin ein kleines Buch in die Hand gedrückt. 176 Seiten, auf gebräuntem Papier gedruckt, eines von 232 handsignierten Exemplaren des Aktions- und Objektkünstlers Dieter Roth. „Murmel“ lautet der Titel. Und „Murmel“ ist auch das einzige darin enthaltene Wort, tausendfach in Sechser-Rhythmen grafisch auf den Seiten arrangiert. Ein Bühnenstück, überreicht mit den Worten: „Wenn Du mal Regie machst ...“

veröffentlicht am 20.04.2016 um 16:13 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:19 Uhr

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Autor:

Thomas Kaestle


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