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Miley Cyrus in „Mit dir an meiner Seite“

Prüdes Teenie-Melodram

Von Michael Ranze

veröffentlicht am 29.04.2010 um 17:27 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 01:21 Uhr

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Das „Hannah Montana“-Sternchen Miley Cyrus mag nicht mehr nur Milliardärin (so war es zumindest kürzlich in der Presse zu lesen) sein und versucht sich als ernsthafte Filmschauspielerin. Schultern nach oben, Mundwinkel nach unten, Kopf gesenkt und vor allem kein Lächeln – fertig ist das pubertätsverwirrte, musikalisch aber hochbegabte Aschenbrödel namens Ronnie. Das muss zusammen mit seinem Brüderchen Jonah (Bobby Coleman) die Sommerferien beim Vater (Greg Kinnear) verbringen: einem klassischen Komponisten, der nun Kirchenfenster repariert. Er hat die Familie vor Jahren verlassen – dementsprechend schlecht ist die Stimmung im Beach House. Immerhin: Will (Liam Hamsworth), ein knackiger Volleyballer am Strand, könnte Ronnie gefallen, zumal er ihr trotz der ostentativ zur Schau getragenen schlechten Laune beharrlich den Hof macht. Gemeinsam passen sie in der Nacht darauf auf, dass die frisch geschlüpften Meeresschildkröten ungehindert das Wasser erreichen. Doch Will birgt ein düsteres Geheimnis, das mit einer abgebrannten Kirche zusammenhängt…

„Mit dir an meiner Seite“ beruht auf dem Roman von Nicholas Sparks („Message in a Bottle“), der auch das Drehbuch schrieb. Regiedebütantin Julie Anne Robinson macht daraus eine unausgeglichene Mischung: aus prüder Wohlfühl-Teenie-Romanze, in der außer Händchenhalten nicht viel zu sehen ist. Und aus aufgesetzt wirkendem Scheidungsmelodram, das schematisch und ohne emotionale Kraft auf sein Ende zuläuft. Falsche Krisen, falsche Argumente, falsche Reaktionen – das auf tönernen Füßen gebaute Handlungsgerüst hangelt sich zusammenhanglos von einem Problemchen zum nächsten – ohne dass der Zuschauer in das Geschehen hineingezogen würde. „Mit dir an meiner Seite“ ist ganz zugeschnitten auf Miley Cyrus, die natürlich auch singen darf. Für ihre Fans ist das eine gute Nachricht. Alle anderen gehen leer aus.

„Mit dir an meiner Seite“ ist im Maxx-Kino am Bahnhofsplatz täglich um 14.45, 17.15 und 19.45 Uhr zu sehen, morgen auch um 22.15 Uhr.



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