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Zu klischeehaft: die Komödie „All Inclusive“

Primitiv und auch noch unglücklich

Knatsch im Beziehungsgebälk: Jason (Jason Bateman) und Cynthia (Kristen Bell) haben nach acht Ehejahren das Gefühl, dass es nicht mehr funktioniert. Darum kündigen sie ihren Freunden ihre Scheidung an. Aber vielleicht lässt sich das Unheil ja abwenden – mit einem Urlaub auf einer Pazifikinsel, Paartherapie inbegriffen. Der Traumurlaub, der für zwei unerschwinglich ist, bietet für einen flotten Achter Rabatt. So müssen Jasons und Cynthias Freunde mit. Als da wären: Dave (Vince Vaughn) und Ronnie (Malin Akerman), Joey (Jon Favreau) mit Lucy (Kristin Davis), Shane (Faizon Love) und Trudy (Kali Hawk). Drei Paare, denen es gut geht, die trotzdem unter der Fuchtel von Monsieur Marcel (Jean Reno), einem Martial-Arts-Guru, esoterischen Unsinn über sich ergehen lassen. Und bald liegen auch sie sich in den Haaren.

veröffentlicht am 05.11.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 16:21 Uhr

Esoterischer Unsinn: Monsieur Marcel (Jean Reno, rechts) mit Dav

Autor:

Michael Ranze
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Das hätten die Zutaten für eine anarchische Beziehungskomödie sein können. Doch „All Inclusive“, geschrieben von Jon Favreau und Vince Vaughn, inszeniert von Regiedebütant Peter Billingsley, ist weder lustig noch erhellend. Einige Szenen sind alberner Slapstick, die Yoga-Übungen unter Anleitung eines gewissen Salvadore (Carlos Ponce) sind dämlich und obszön. Darüber hinaus fungieren die Charaktere nur als Platzhalter für die Beziehungsprobleme, die sie illustrieren sollen. Wirklich kennenlernen tun wir sie nicht.

Zu den besseren Momenten des Films gehören Vince Vaughns gut getimte, ironische Dialoge und die exzentrische Beziehung zwischen dem bulligen Shane und der viel zu jungen Trudy. Davon abgesehen entwickelt sich das Geschehen zu schematisch und klischeehaft. Der Zuschauer ahnt, dass der Film alle Paare einer grausigen Prüfung unterziehen wird. Gedreht wurde übrigens auf Bora Bora. Das ist das Traurigste an diesem Film: alles wunderschön anzuschauen – trotzdem hat man sich schlecht unterhalten.

„All Inclusive“ läuft täglich um 15, 20.15 Uhr, außer Sonntag täglich um 17.30 Uhr sowie heute und morgen um 22.45 Uhr im Hamelner Maxx-Kino.

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