weather-image
25°

Porcupine Tree: Die im Dunkeln sieht man nicht

Von Martin Jedicke


Hannover. Anheizer sind etwas anders. Gut 20 Minuten sitzt Robert Fripp, Mastermind der Progressive-Rock-Legende King Crimson, auf der dunklen Bühne des Capitols. Der Star ist die Maschine. In blauem Licht funkelt ein Technikturm, dem er per Gitarre Soundscapes hinzufügt, um diese abrufen, ineinanderlaufen und manipulieren zu können. Darüber spielt er hübsche Gitarrensoli. Ambient-Musik, meditative Klänge – nicht immer spannend.

veröffentlicht am 16.10.2009 um 16:29 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:21 Uhr

Porcupine
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Mit Fripp scheinen sich Porcupine Tree auf das Brecht-Motto „Die im Dunkeln sieht man nicht“ geeinigt zu haben. Wichtig ist nicht der Star, wichtig sind Musik, Text und visuelle Umsetzung. Tatsächlich drehen sich Steven Wilsons Texte um Menschen auf der Schattenseite des Lebens. „The Incident“, der monumentale, fast einstündige Songzyklus, wird in voller Länge dargeboten. Um einen Autounfall gruppiert, werden in 14 Abschnitten zerstörte Hoffnungen, Leid und Schicksal zu sepia-düsteren Videoprojektionen thematisiert. Melancholische Erinnerungen und ungezügelte Wut spiegeln sich zwischen folkiger Akustikgitarre und drängendem Metal-Gewitter wider. „Time Flies“ sticht hervor, weil es Refrains anbietet, die „The Incident“ vermissen lässt.

 

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare