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Politkabarett: „Mindener Stichlinge“ begeistern im Alten Hallenbad

Pointenreich und professionell

Hameln. Mit klassischem Politkabarett vom allerfeinsten überzeugte am Mittwochabend die erste Kulturveranstaltung im Alten Hallenbad an der Hafenstraße. Unter der Leitung von Birger Hausmann waren die „Mindener Stichlinge“ erstmalig in Hameln zu Gast und begeisterten das Publikum auf professionellem Niveau. Ganz im Stile der Großen wie Dieter Hildebrandt oder Werner Schneider, kann sich das älteste Deutsche Amateurkabarett, in dem Sabine Leutheusser mitspielte, bevor sie als Namenszusatz Schnarrenberger ergänzte, durchaus mit der Münchner Lach- und Schießgesellschaft oder den Berliner Stachelschweinen in ihren besten Zeiten messen lassen.

veröffentlicht am 23.04.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 06:21 Uhr

Kirsten Gerlhof, Christine Engelke und Rolf Mietke Foto: ag

Autor:

Andrea Gerstenberger
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Programm zum Superwahljahr

„Showtime“, der Name ist im Superwahljahr Programm und zudem ein sehr ergiebiges. Und da in Hameln gerade noch zusätzlich gewählt werden durfte, war der Bürgerentscheid zur Fußgängerzone ein schöner Einstieg für die Gäste von der Mittelweser. Stichlingsurgestein Dieter Fechner, Christine Engelke, Kirsten Gerlhof, Rolf Mietke, Oliver Roth und ihr Mann am Piano Dietmar Möller, hatten von Anfang an leichtes Spiel. Ein Abend mit vielen Höhepunkten lehrte, dass Seehofer nicht nur Kinder in die Welt, sondern auch ins Kabinett setzt, die SPD mit über 145 Jahren der Jopie Heesters unter den Parteien ist, DB nicht Deutsche Bahn, sondern Datenbank heißt und Angela Merkel als Pastorentochter in der DDR nur deshalb studieren durfte, weil sie Onkel Erich versprochen hatte, den kapitalistischen Klassenfeind später im mehr oder weniger eleganten Blazer mit vier Knöpfen gekonnt in den Ruin zu führen.

Dieter Fechner erklärte zudem in einer grandiosen Solonummer die Welt der Politik und des Fernsehens, den neuen Messias Obama und, als herrlicher Imitator, die Weisheit von Marcel Reich-Ranicki. Oliver Roth und Rolf Mielke erfreuten die Gäste bei einer Flasche Bier mit der gelungenen Parodie auf die Werbung einer Norddeutschen Brauerei.

Ob es an der Fernsehkonkurrenz Fußball lag oder daran, dass die Hamelner das Hallenbad noch nicht entdeckt haben, wird sich schwer klären lassen, aber schade war es allemal, dass diese Veranstaltung bei weitem nicht ausverkauft war. Da haben so einige sehr viel verpasst.



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