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Tänzerin Yvonne Georgi ist im Theatermuseum eine Schau gewidmet / Dazu Dirk Meußlings Fotos zum Thema Tanz

Persönliche Aufforderung für Freunde des Tanztheaters

Hannover. Noch immer wird ihr Name mit großer Anerkennung genannt: Yvonne Georgi, die über Jahrzehnte als Tänzerin, Choreografin und Ballettmeisterin entscheidende Impulse gegeben hat. Die Künstlerin, bekannteste Schülerin von Mary Wigman, hat über Jahrzehnte, zusammen mit Harald Kreuzberg, in den 1920er Jahren das Publikum begeistert und zahlreiche junge Tänzer inspiriert.

veröffentlicht am 05.11.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 16:21 Uhr

Yvonne Georgi

Autor:

Klaus Zimmer
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Das Theatermuseum an der Prinzenstraße, das einen Teil ihres Nachlasses besitzt, hat der Künstlerin nun eine Ausstellung gewidmet, vor allem mit unveröffentlichten Fotos, Programmen, Theaterzetteln, Rezensionen, persönlichen Zeugnissen und Kostümen aus den 1930er Jahren.

Yvonne Georgi wurde am 29. Oktober 1903 als Tochter eines Oldenburger Arztes und einer nordafrikanischen Mutter in Leipzig geboren. Sie absolvierte ihre Ausbildung in Hellerau und Dresden bei Mary Wigman und Victor Gsovsky, dem Ehemann von Tatjana Gsovsky, sowie in Paris.

Georgi wurde Solotänzerin in Münster und Gera, von 1926 bis 1931 war sie in Hannover Balletttänzerin und Choreografin an den Städtischen Bühnen, gastierte an der Berliner Staatsoper und trat als Ausdruckstänzerin mit Harald Kreutzberg auf. Sie war eine gefragte Partnerin der modernen bildenden Kunstszene, insbesondere wegen ihrer Darbietungen im Stil des Dadaismus.

1936 emigrierte Georgi aus Deutschland nach Amsterdam und 1939 in die USA. Nach ihrer Rückkehr arbeitete sie zunächst in Düsseldorf und dann jedoch wieder als Ballettdirektorin in Hannover, wo sie sich von 1959 bis 1973 als Professorin an der Hochschule für Musik und Theater mit großer Leidenschaft um den künstlerischen Nachwuchs kümmerte. Yvonne Georgi starb 1975 in Hannover. Ein Ehrengrab auf dem Stadtfriedhof Engesohde erinnert an diese große Künstlerin.

Die sehr persönlichen, unbekannten Dokumente bilden, neben den neuen Fotografien zum Thema „Tanz“ von Dirk Meußling, eine Aufforderung an alle Freunde des Tanztheaters.

Zu sehen bis 6. Dezember, Prinzenstraße 9, dienstags bis freitags sowie sonntags von 14 bis 19.30 Uhr.

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