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Theater Hameln: Spielplanvorschau auf eine zweigeteilte Saison

Paukenschlag zum Saisonstart

HAMELN. Vermutlich hat er sich seinen Einstand mit eigenem Programm zur neuen Theatersaison ganz anders vorgestellt. Doch dann hieß es für Wolfgang Haendeler und sein Theater überraschend: Zwangspause. Der Grund: Brandschutzmaßnahmen. So lernte Haendeler, wie er bei der Spielplanvorschau Mittwochvormittag sagte, Hameln schneller und gründlicher kennen, indem er für den Herbst ein reduziertes Programm an vielen unterschiedlichen Spielorten im Stadtgebiet vorbereiten musste. Die Eröffnung des Großen Hauses übernehmen die „Comedian Harmonists“.

veröffentlicht am 17.05.2017 um 17:54 Uhr

„Die Comedian Harmonists“ eröffnenden Vorstellungsreigen. Foto: Michael Petersohn
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Autor

Richard Peter Reporter
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Die Eröffnung im Großen Haus ist für den 5. Januar geplant – künftig beginnen die Vorstellungen bereits um 19. 30 Uhr und an Sonntagen um 17 Uhr. Auf der Bühne: „Die Comedian Harmonists“ aus Berlin mit „Heute Nacht oder nie!“. Sechs Herren im Frack als Paukenschlag zum Saisonstart.

Aktuell geht es weiter am 8. Januar mit „Die Agonie und Ekstase des Steve Jobs“ – ein Blick hinter die Kulissen von Apple. Und dann am 10. Januar ein Stück nach dem Kaurismäki-Film „Der Mann ohne Vergangenheit“.

Und Film ist ein gewichtiges Stichwort im neuen Spielplan, mehrmals ergänzt unter dem Titel „Spiel’s gleich zweimal Sam“, wenn in der Sumpfblume der Film zum Thater gezeigt wird. Wie für „Soul Kitchen“ am 2. März, dem Akin-Film, in dem Moritz Bleibtreu die Hauptrolle spielt (23. Februar in der Sumpfblume). Und gilt auch am 5. Februar für Zuckmayers Schauspiel „Des Teufels General“ mit TV-Star Gerd Silberbauer. Als Film mit Curd Jürgens als General Harras am 29. Januar.

„Monsieur Claude und seine Töchter“, ebenfalls ein erfolgreicher Film, kommt am 4. März auf unsere Bühne. „Das Fest“, bekannt nach einem Film von Thomas Vinterberg, wird vom Landestheater Detmold am 5. März gezeigt. „Casanova“, am 9. Juni auf unserer Bühne mit der Burghofbühne Dinslaken, wird am 2. Juni in der Sumpfblume-Reihe mit Heath Ledger gespielt. Ebenfalls doppelt zu erleben: Rostands „Cyrano de Bergerac“, am 4. Mai mit dem „Theater Poetenpack“ und bereits am 25. April in der Sumpfblume als Film.

Als Schnitzeljagd durch die deutsche Provinz apostrophiert: die Tragikomödie „Indien“, die am 12. Januar aber in Brandenburg spielt. Eine Journalistin recherchiert am 19.Januar über Rekrutierungsmethoden beim „IS“. Das Westfälische Landestheater ist mit „Undercover Dschihadistin“ bei uns zu Gast. Sandra Keck, nicht ganz unbekannt in unserer Region, hat mit dem Ohnsorg-Theater die Komödie „Landeier – Bauer sucht Frau“ inszeniert.

Am 21. Januar auf unserer Bühne: „Alfons“, der mit dem Puschelmikrofon“ verrät am 3. Februar „Das Geheimnis meiner Schönheit“. Und am 28. Februar heißt es in der Regie von Michael Bogdanov „Öffentliches Eigentum“ nach einem Schauspiel von Sam Peter Jackson mit Rainer Hunold in der Hauptrolle. „Feuer aus den Kesseln“ wird am 18. März im Gedenken an die Matroosenaufstände in Wilhelmshaven und Kiel vor hundert Jahren gespielt.

Mit der „bremer shakespeare company“ kommt am 15. April „King Charles III.“ auf unsere Bühne. Endlich darf der „ewige“ Kronprinz den Thron besteigen. Kleists Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ ist am 16. April mit der Burghofbühne Dinslaken zu Gast und Lessings „Nathan der Weise“ ist am 1. Juni erneut zu erleben, weil das Schauspiel 2019 als Abiturthema gewählt wurde.

Und wieder in Hameln – am 13. Juni – das Berliner Kriminaltheater mit „Ein Mord wird angekündigt. Miss Marple ermittelt“. Am 15. Juni geht es weiter mit „Die Jüdin von Toledo“ nach dem Feuchtwanger-Roman. Sprachwitz und Hintersinn sind in der Komödie „Das Abschiedsdinner“ am 16. Januar im Theater auf der Bühne (TAB) garantiert.

Am 22. Januar feiern die Brüder Podewitz 25 jähriges Jubiläum bevor Traute Römisch und Andy Mokrus am 19. Februar einen literarisch-musikalischen Abend unter dem Titel „Liebe in Eis und Schnee“ im TAB zelebrieren.

Henri Hüster – einer der „jungen Hunde“, wie sie Haendeler nennt, der „als Trüffelschwein“ immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Talenten ist, kommt am 21. Februar mit seiner Inszenierung „Irre“ nach dem Goetz-Roman ins TAB, gefolgt am 27. Februar von „Schwarze Schocker“, einem Schauspiel von Jens Raschke.

Der Monolog „Ichglaubeaneineneinzigengott“ ist am 14. März im TAB zu erleben und am 11. April heißt es dann mit dem Landestheater Detmold „Werther“ nach Goethes Briefroman.

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