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„… und sonst gar nichts!“ im TAB

„Pädagogian Harmonists“ mit bewährten und neuen Arrangements

HAMELN. Sie sind längst fester Bestandteil des Hamelner Kulturlebens, haben vor drei Tagen ihre neueste, die fünfte CD auf den Markt gebracht, und ihre Fangemeinde ist groß. Kein Wunder also, dass es beim Konzert der „Pädagogian Harmonists“ im TAB keinen freien Platz mehr gab. Das Lehrer-Sextett um Arrangeur und Leiter Udo Melloh-Sowa traf auch diesmal zielsicher und stilecht die Tonlage des legendären Vorbildes.

veröffentlicht am 27.02.2017 um 08:45 Uhr

Pianistin Vera Stapelfeld und Dierk Rabien beim Tango. Foto: eaw
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Autor

Ernst August Wolf Reporter
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Eingeleitet mit der Marlene Dietrich-Zeile „… und sonst gar nichts!“ drehte sich einmal mehr alles um die Freuden der Liebe, um Menschliches und Allzumenschliches. „Fast alles sind neu erarbeitete Titel, und einige, die wir lange nicht mehr gespielt haben“, erklärte der dritte Tenor Martin Haas. Mit „Nehmse ’n Alten“ erstmals im Programm ein Otto-Reutter-Couplet. Jedes Lied ein Publikumserfolg, gleich ob die „Frühlingsreise“, Rühmanns „Ich brech’ die Herzen …“ oder das Lied von der Liebe der Matrosen.

In bewährter Manier läuft die Dramaturgie der „Pädagogian Harmonists“ dabei auf den Bariton, Spaßmacher und Charmeur Dierk Rabien zu, der auch schon mal mit Pianistin Vera Stapelfeld eine gekonnte Runde Tango aufs TAB-Parkett legt.

Dabei sind viele Titel nicht gerade unbelastet, schwingen Subtexte mit. Das Bild der Kinder raubenden, junge Soldaten verführenden Zigeunerin in Franz von Suppés K.u.K.-Schmonzette „Leichte Kavallerie“ sucht die Textbearbeitung von Walter Hedemann durch überspitzte Ironisierung einzufangen. „Die Menschen mit den traurigsten Schicksalen haben die schönste Musik gemacht“, muss auch Haas zugestehen. Diesem Aspekt hatten die „Pädagogian Harmonists“ im vergangenen Jahr ein eigenes Programm gewidmet.

Es sind vor allem die originellen, oft mit lateinamerikanischen Rhythmen durchsetzten Arrangements von Udo Melloh-Sowa, die den Zauber der alten Ohrwürmer erhalten. Auf den heiß ersehnten „kleinen grünen Kaktus“ freilich musste das Publikum auch diesmal wieder bis zur Zugabe warten.



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