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„Buddy – The Buddy Holly Sory“ im ausverkauften Theater begeistert gefeiert

„One, two, three, four...“

HAMELN. „That‘ ll Be the Day“ war sein erster Hit – und der Titel konnte auch als Motto für „Buddy – The Buddy Holly Story“ am Sonntagnachmittag mit dem Westfälischen Landestheater auf unserer Bühne stehen. Ein schwül-warmer Tag, Felgenfest dazu – und ausverkauftes Haus. Von Anfang an wurde eine mitreißende Aufführung geboten.

veröffentlicht am 04.06.2018 um 14:46 Uhr
aktualisiert am 04.06.2018 um 17:30 Uhr

Buddy (li.) voll in seinem Element. Foto: Volker Beushausen
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Autor

Richard Peter Reporter
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Buddy-Einstieg als Country-Sänger. Dann der radikale Schnitt vom Schmusesound zum Rock. „One, two, three, four...“ und ein volles Haus im Fieber und das Publikum sozusagen von Null auf 180. Hohe Erwartungen – und alle erfüllt und frenetisch gefeiert die Buddy-Geschichte von den Anfängen, als er von Jim Denny entdeckt, im Nesman Studio Demos produziert, die für Decca Records im fernen New York bestimmt sind. Proben bis zum Umfallen. Joe am Bass spielt nur noch reduziert im Liegen, Jerry pennt am Schlagzeug – nur Buddy quasi unkaputtbar. Das zeichnet ihn aus. Ein Perfektionist, nie zufrieden, tyrannisch, unermüdlich und schon der Weg als Ziel und die Wiederholungen im zweistelligen Bereich. In Pettys Studio entsteht mit „Peggy Sue“ ein Welthit, auch mit „Oh Boy“. Die Folge: eine Tournee durch die Staaten und Großbritannien. Fernsehauftritte und Engagement ins Apollo-Theater in Haarlem. Tabuzone für Weiße und Samira Hempel mit „Good Time“. Was für eine Stimme, was für ein Rhythmus-Gefühl, was für ein Temperament, was für ein Lebensgefühl und allemal „A good Time“ und ihre Lachnummer eine für die Ewigkeit. Eine Show, wie sie auch in Metropolen nur selten zu genießen ist. Und Buddy mit „Time Life“ auch im schwarzen Amerika angekommen. Buddy heiratet – macht Maria Elena, fünf Stunden nachdem er sie kennengelernt hat, einen Heiratsantrag. Dann trennt er sich von seiner alten Band, den Crickets, beginnt neu mit Stars wie Ritchie und „The Big Bopper“. Surf Ballroom wird seine letzte Station – und stehend mit Ovationen gefeiert „Cabamba“ und „Jonny B. Good“. Am 3. Februar 1959 stürzt das Trio mit dem Flugzeug ab – die Rock-Legende Buddy Holly lebt weiter. 59 Jahre später verwandelt er auch Hamelns Theater in einen begeisterten Hexenkessel.

Einen Dominik Schwarzer muss man als Buddy auf die Bühne schicken können, um die Rock-Ikone auferstehen zu lassen. Eine einzigartige Samira Hempel, stolz mit Babybauch, die selbst als Backvocal die Bühne noch zum Strahlen bringt. Aber auch Julia Panzilius, perfekt ihre Hymne mit dünnstem Stimmchen – Monroe-gehaucht – und gnadenlos von den Bläsern zugedeckt. Franziska Ferrari, so spontan verheiratet mit Buddy – vor allem aber auch die beiden Crickets-Musiker, Benjamin Garcia als Joe und Marco Bussi als Jerry – dann auch als Ritchie. Umwerfend komisch Emil Schwarz als schwuchtelnder Produzent. Eine tolle Band unter Tankred Schleinschock.

Ralf Ebeling – Chef des Westfälischen Landestheaters hat inszenert – verlässt sich im Biografischen von Alan James‘ „Buddy“-Musical auf die berühmten Nummern. Und weltberühmte Nummer auf Nummer zum Mitklatschen und das Publikum immer wieder wirkungsvoll einbezogen.

Eine Aufführung, die Buddy-Fans alles gab, was sie sich erhoffen durften.



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