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Nach diesem Konzert wird sogar auf der Damentoilette geträllert

Hameln. Sie hat Flyer entworfen und mit Musikern gesprochen, hat Termine geplant und mit einer Freundin letztlich einen kompletten Konzertabend organisiert. Wie der war? Das erzählt Laura-Luisa Neitz hier.

veröffentlicht am 15.02.2010 um 16:16 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 08:21 Uhr

highpressure
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15.25 Uhr: Wer den Regenbogen betritt, ahnt nicht, was sich hier ereignen wird. Lediglich die Plakate und der Umbau des Saals durch das Regenbogen-Team geben einen Vorgeschmack darauf.
 15.40 Uhr: Niklas von Sushi Blub Fish wartet auf seine Bandkollegen. In der Zwischenzeit bekomme ich von Daniel Vogel, dem für Konzerte zuständigen Mitarbeiter des Regenbogens, Aufgaben wie das Vorbereiten des Backstagebereichs.
 16.20 Uhr: Nach Sushi Blub Fish treffen Planet Emily mit ihrem Band-Bulli ein und beginnen mit dem Hereintragen des riesigen Equipments.
 17.08 Uhr: Mit ihrem Techniker reisen Ich kann fliegen an – zu fünft in einem Auto. Der Saal füllt sich, freudige Begrüßung. Als Planet Emily die Bühne in Beschlag genommen haben, kommen die letzten Musiker von The High Pressure System an. Niko von Ich kann fliegen stimmt am Tresen seine Gitarre. Die „Local Heroes“ von The High Pressure System halten eine Bandbesprechung ab; es ist ihr letzter Auftritt.
 Bis zum Einlass findet in lockerer, fast gemütlicher Atmosphäre der Soundcheck statt. Die Musiker, die nicht auf der Bühne stehen, kümmern sich um organisatorische Dinge wie das Ausfüllen von Gema-Listen. Im Backstagebereich testen Ich kann fliegen, wie bequem ausrangierte Flugzeugsitze sind.
 19 Uhr: Die ersten Besucher stehen vor der Kasse. Im Saal neigt sich der letzte Soundcheck dem Ende. Das Bistro füllt sich mit Gästen. Nebenbei läuft „Spongebob“ im TV. Wie passend zu Sushi Blub Fish auf der Bühne, die gleich loslegen und einen Teil des Publikums zum Tanzen animieren.
 20.42 Uhr: Die Band verabschiedet sich, sodass The High Pressure System nun dran sind. Nach kurzer Umbauphase singt Jan-Hendrik Brune mit markanter Stimme „Today it’s the last show“. Das gibt dem Abend einen sentimentalen Beigeschmack. Dennoch zeigen die Musiker dem Publikum, das jetzt am stärksten vertreten ist, ihr ganzes Repertoire. Noch nach dem Auftritt wird auf der Damentoilette ihr Song „Papa’s back“ geträllert.
 22 Uhr: Genau nach Zeitplan beginnen Ich kann fliegen ihren Auftritt, der durch zwei Live-Premieren geprägt ist: „Du Fehlst mir“ und ein Song, der bis dahin noch ohne Titel war, im Nachhinein jedoch auf „Ich kann die Welt nicht mehr verstehen“ getauft wurde. Trotz starker Erkältung von Leadsänger Niko, legt die Band eine repräsentative Show hin. Nicht zu Unrecht haben sie schon Bands wie Silbermond, Revolverheld und Sportfreunde Stiller supportet. Vielleicht liegt es auch am außergewöhnlichen Snack: Wasabinüssen.
 23 Uhr: Schließlich kommt Planet Emily auf die Bühne. Trotz ihrer Radio- und Fernseh-Auftritte sind sie froh, in heimischen Gefilden auf der Bühne stehen zu können. Im Saal verteilte Schilder weisen auf ihr nächstes Konzert hin, während sie „One Night Stand“ und „Atme Aus“ spielen. Mit ihrem fröhlich-frechen, aber gefühlvollen Sound ziehen sie das Publikum in ihren Bann.
 0.15 Uhr: Als ich aus der Tür des Regenbogens trete, blicke ich auf die Plakate an der Litfaßsäule, die für das Konzert geworben haben. Zufrieden, aber auch etwas wehmütig, dass der Abend so schnell zu Ende gegangen ist, gehe ich nach Hause und hoffe, dass es die 150 Gäste auch so empfunden haben.

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