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Mabrouk El Mechris Actionthriller „The Cold Light of Day“

Nach 20 Minuten verabschiedet sich Bruce Willis bereits

Eigentlich hatte es ein Traumurlaub werden sollen. Martin Shaw (Bruce Willis), amerikanischer Unternehmensberater, hat seine Familie zu einem Segeltörn vor Spaniens Küste eingeladen. Nur die schlechte Laune seines Sohnes Will (Henry Cavill) stört die Familienidylle. Als Will von einem Ausflug auf die Yacht zurückkehrt, ist seine Familien spurlos verschwunden. Blutspuren und zerstörtes Mobiliar deuten auf ein Verbrechen hin. Die Polizei will den jungen Mann als einzigen Verdächtigen verhaften. Wie aus dem Nichts taucht Martin Shaw auf und befreit Will aus der Bredouille. Er sei gar kein Unternehmensberater, sondern Geheimagent, sagt der Vater. Mutter und Bruder seien entführt worden, um die Herausgabe einer Aktentasche zu erpressen. Plötzlich ist Martin tot, hinterrücks erschossen. Die zwielichtige CIA-Agentin Jean Carrack (Sigourney Weaver) gibt sich als Kollegin aus und bietet Will ihre Hilfe an. Doch ist ihr zu trauen?

veröffentlicht am 02.05.2012 um 16:42 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:41 Uhr

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Autor:

Michael Ranze
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Der französische Regisseur Mabrouk El Mechri greift auf die Hitchcocksche Prämisse des unschuldig verfolgten Durchschnittsbürgers zurück, der sich nur durch eigene Recherchen aus dem Schlamassel befreien kann. An sich wäre dieses Ideen-Recycling nicht schlimm, fände El Mechri einen überraschenden Ansatz. Stattdessen wirbelt er die Versatzstücke des Agententhrillers durcheinander und gefällt sich in logischen Brüchen und erzählerischen Flüchtigkeiten. Viele Informationen des Drehbuchs sind Ballast, der die Handlung nicht vorantreibt; das zu Beginn angedeutete Familiendrama verpufft folgenlos. Es folgen unausgegorene Actionszenen und schematische Verfolgungsjagden, in denen der Protagonist von einer ausweglosen Situation in die nächste gestoßen wird. Die werbewirksamen Stars des Films verweigern die Leistung: Bruce Willis verschwindet nach 20 Minuten aus dem Film, was seine Fans als Frechheit empfinden dürften, Sigourney Weaver begnügt sich damit, ihr Rollenprofil als dominante Frau aus den „Alien“-Filmen abzurufen. Für spannende, intelligente Unterhaltung ist das eindeutig zu wenig.

„The Cold Light of Day“ läuft ab heute im Maxx-Kino Hameln täglich außer Montag um 17.15 Uhr, täglich außer Mittwoch um 19.45 Uhr, Freitag und Samstag auch um 22 Uhr.



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