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100 Minuten Händel spielte das Ensemble Schirokko im Musikwochen-Konzert in Falkenhagen

Monumentale, königliche Unterhaltungsmusik

Falkenhagen. Zum zweiten Konzert der Musikwochen Weserbergland zog es zahlreiche Musikfreunde in die Klosterkirche Falkenhagen. Es galt, einen deutschen Komponisten zu feiern, der vor 250 Jahren als „britischer“ Komponist in London starb. Wohlmeinende Programmkonstrukteure setzten wohl auch deshalb eines seiner berühmtesten Werke auf das Programm, alle drei Suiten der „Wassermusik“. Jenes Werk, mit dem Georg Friedrich Händel (der Sage nach) anlässlich eines Boots-Corsos auf der Themse seinen neuen Dienstherrn zu versöhnen suchte, dem er, völlig entnervt, zwei Jahre zuvor in Hannover bei Nacht und Nebel die Gefolgschaft gekündigt hatte. Nun hatte er ihn wieder. Kurfürst Georg von Hannover war nämlich (mangels näherer Thronerben) zu Tante Queen Anne’s Nachfolger auf Englands Thron bestimmt worden. Anfangs „not amused“, soll George durch diese Musik dann aber versöhnt worden sein.

veröffentlicht am 11.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 04:41 Uhr

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Autor:

Karla Langehein
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In Falkenhagen forderte diese mit achtzehn Sätzen monumentale königliche Unterhaltungsmusik nach dem zuvor erklungenen ersten Konzertabschnitt mit einer Suite, einem Concerto grosso, einer Ouvertüre und einem Violinkonzert nicht nur die Aufnahmefähigkeit der Hörer über die Maßen, sondern wurde auch zur Kraftprobe für das Hamburger Ensemble Schirokko.

Das hatte seine Spielkultur unter der Leitung von Rachel Harris und Hans Christoph Becker-Foss schon vorher unter Beweis gestellt. Vor allem die Gruppe der Holzbläser bestimmte mit hoher Elastizität das Klangbild des Barockensembles. Aber der Schwung, mit dem die mehrheitlich jungen Musiker eingangs die Suite aus „Alcina“ musizierten, konnte die im übrigen auch pausenlose Distanz von eindreiviertel Stunden letztlich nicht ohne gelegentliche Spannungsverluste durchmessen.

Ein opulentes Programm bot das Hamburger Barockorchester Schirokko.

Foto: ein



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