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Mogelpackung im Neue-Deutsche-Welle-Outfit: Madsen melden sich lautstark zurück

Licht aus, Tür zu, aber: "Lass die Musik an", singen Madsen in ihrer neuen Single. Soeben ist ihr Album "Wo es beginnt" erschienen. Wieso man das laufen lassen sollte, weiß Uwe Janßen.

veröffentlicht am 20.08.2012 um 17:23 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 23:41 Uhr

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Von Uwe Janssen

Diese Pause ist gefährlich. Sie dauert einen Moment zu lange, nach dieser ersten Strophe des Madsen-Songs „Generation im Arsch“. Wer jetzt im Glauben an einen technischen Fehler den Lautstärkeregler seines Audiowiedergabegerätes in Richtung „lauter“ dreht, hat drei Sekunden später ein Problem. Denn dann brüllt Sebastian Madsen, flankiert von Gitarrengewitter: „Wir reden hier von Zukunft! Wir reden hier von Angst!“ Wer wartet, erlebt einen der besten Songs des neuen Albums „Wo es beginnt“, dem fünften der drei Brüder Madsen aus dem Wendland, die es als gleichnamige Band schon fast ein Jahrzehnt gibt.
Begonnen hat es 2004. „Du schreibst Geschichte“ hieß ihr erster Hit. So weit sind sie noch nicht, aber sie sind ein fester Bestandteil der Deutschrockszene geworden – und eine der kraftstrotzendsten Livebands. Da ist es Sebastian, Sascha, Johannes Madsen und ihren zwei Mitmusikern egal, ob sie auf dem Hurricane-Festival antreten oder beim Maschseefest Hannover, wie gerade vor zwei Wochen. Hauptsache, die Verstärker haben Strom.
Die Single „Lass die Musik an“, die im Neue-Deutsche-Welle-Outfit seit ein paar Wochen im Radio dudelt, ist eine Mogelpackung. Madsen-Lieder sind kleine Raubtiere, die von innen an der Box rütteln, weil sie raus wollen. Egal, in welchem Tempo. Stillhalten ist nicht so ihre Sache.


- Das Madsen-Album „Wo es beginnt“ ist ab sofort erhältlich.

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