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„Lieber Verliebt“ mit Catherine Zeta-Jones als Mutter in den besten Jahren und jugendlichem Liebhaber

Mitfiebern im Drehbuch einfach nicht vorgesehen

Sandy wurde gerade von ihrem Mann betrogen. Also schnappt sie sich ihre zwei Kinder und zieht wütend von der Vorstadt direkt ins Zentrum von New York. Ein guter Job, eine Wohnung und ein paar Fitnesskurse später hat sie das Gefühl, die Scheidung sei das Beste was ihr je passieren konnte.

veröffentlicht am 01.01.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:21 Uhr

Justin Bartha als Aram, Kelly Gould als Sadie und Catherine Zeta

Autor:

Niklas Thoma
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Jetzt fehlt nur noch ein Mann an ihrer Seite, findet ihre beste Freundin und schickt sie auf ein Date nach dem anderen. Dabei wartet der beste der Auswahl direkt zuhause auf ihrem Sofa – in Form des Babysitters Aram. Es ist zwar „Lieber Verliebt“ hoch anzurechnen, mit Alterskonventionen in der romantischen Komödie brechen zu wollen und eine 40-Jährige mit einem 25-Jährigen zu verkuppeln. Das ist in Hollywood im Mainstream eher selten. Leider ist sich der Streifen gleichzeitig sehr bewusst, welche Schwierigkeiten eine solche Beziehung mit sich bringt. So ist Aram zwar perfekt, liebenswert, zauberhaft mit den Kindern, für sein Alter sehr erwachsen und bis über beide Ohren verliebt. Dennoch verbringt das Traumpaar mehr Zeit damit über Probleme zu diskutieren und sich die Unmöglichkeit ihrer gemeinsamen Zukunft vor Augen zu halten, als eine beschwingte Romantik zu bewahren.

Das ist zum Scheitern verurteilt. Sowohl für die beiden Turteltauben als auch für das Kinopublikum. Wenn eine romantische Komödie schon wortlastig ist, dann sollten sich die Liebenden wenigstens kabbeln und nicht ernsthaft diskutieren. Auch latscht der Film jeden wirklich guten Gag so lange breit, bis auch der letzte im Saal kein wohlwollendes Lachen mehr aufbringen kann. Somit hat „Lieber verliebt“ zwar einige charmante und witzige Szenen, kommt aber nie so richtig in Fahrt. Zumal die Auflösung viel zu idealistisch und lahm daher kommt und mitfiebern einfach nicht im Drehbuch vorgesehen war.

Schade. Denn Catherine Zeta-Jones als Mutter in den besten Jahren und der jugendliche Justin Bartha geben ein hübsches Pärchen ab. Aber mehr als gefälliges Dahinplätschern war den beiden Schauspielern bei diesem Film nicht vergönnt.



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