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Mit Woodstock-Flair ins Kloster: Mousse T.

Pop im Kloster - passt denn das? Am Freitag, 28. Juni, tritt der DJ und Musikproduzent Mousse T. aus Hannover im Koloster Loccum auf. Dass es sein erster Besuch in einem deutschen Kloster sein wird, verrät der Musiker im Interview mit Michael Grau.

veröffentlicht am 27.06.2013 um 17:19 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 12:41 Uhr

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Loccum. Musikalisches Happening in altehrwürdigen Mauern: Der DJ und Musikproduzent Mousse T. aus Hannover gastiert heute zu einem Open-Air-Konzert im Kloster Loccum bei Nienburg. „Sex Bomb“ machte ihn bekannt. Mit dem Pop-Song, den er für Tom Jones schrieb, landete der Musikproduzent Mousse T. (46) einen Welterfolg. Das Konzert ist Teil eines Kulturprogramms mit mehr als 100 Veranstaltungen zum 850. Bestehen des evangelischen Klosters Loccum.

Mousse T., ein Kloster ist nicht gerade eine typische Location für ein Popkonzert. Was reizt Sie an den alten Mauern?
Viele Künstler möchten ihre Kunst gern an Plätzen darbieten, die sonst nicht so mit ihnen in Verbindung gebracht werden. Sie lassen sie sich von solchen Orten inspirieren, ganz unbewusst. Der Abt Horst Hirschler kann tolle Geschichten vom Kloster erzählen, und sicher bieten sich viele Lieder an, die dazu passen. Wir haben in Loccum auch eine Überraschung vor: Wir werden auf der Bühne einen Song neu schreiben zusammen mit dem Publikum zu dem Motto „Keep one’s word“. Text, Musik, Melodie – alles neu. Wir fangen bei null an. Für mich ist es ein sehr wichtiger Charakterzug, Wort zu halten, ich bin ja auch Familienvater.

Sie sind als Sohn muslimischer Einwanderer in Deutschland aufgewachsen. Sind Sie bei der Gelegenheit zum ersten Mal in einem Kloster?
In Deutschland ja. Aber ich habe schon viele Auftritte in Italien absolviert. Dort ist es ja gang und gäbe, dass Konzerte auf tollen Domvorplätzen oder in Klöstern inszeniert werden.

Beim Kloster denkt man eher an Gregorianik als an Pop. Passt denn Pop an einen so altehrwürdigen Ort?
Selbstverständlich bin ich erwachsen genug, um respektvoll mit so einer Location umzugehen. Der Abt Hirschler hat zu mir gesagt: Hey, die Mischung macht’s. Der Meinung bin ich auch. Das darf sich mit Lebensfreude vermischen, das tut dem Publikum und auch dem Kloster gut.



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