weather-image
26°
Sondaschule unterrichten am Freitagabend in der Sumpfe im Hauptfach gute Laune / Mofa mischen Indie und Pop

Mit Spielfreude haben sie die „Pommesbude“ gerockt

Hameln. Der Frühling steht vor der Tür und so luden gute Laune und gute Musik zum Konzert der Reihe „Schräg und Laut“ am Freitagabend in die Sumpfblume ein.

veröffentlicht am 05.04.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 08:21 Uhr

Ein bisschen Spaß muss sein: Sondaschule.  Foto: nls

Autor:

Marcel Klohs
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Häufig wird die Ska-Punk-Formation Sondaschule wegen ihres Bandnamens unterschätzt, bei dem viele einfach an stumpfen Deutschpunk denken. Doch weder das eine noch das andere steht auf dem Programm. Das Hauptfach der Sondaschüler heißt eindeutig gute Laune, und das merkt man schon, als die Band in weißen Anzügen und schwarzen Hemden die Bühne betritt. Die Texte der Musiker sind komplett auf Deutsch geschrieben und meist mit einem ironischen Hintergedanken versehen. Spielfreudig gibt sich die Band an diesem Abend, das liegt aber auch am sehr charismatischem Frontmann „Costa Cannabis“, der einfach nur mit jedem um die Wette strahlt, das Mikrophon auch mal dem Publikum überlässt und pure gute Laune verbreitet. Gefeiert werden die Hits von allen drei Alben der Band, sei es „Pommesbude“ oder „Alles Gute“. Und mit einer vorausgeschickten Entschuldigung singen die Musiker zum Playback das Lied „Mein Penis“, ohne selbst dabei peinlich zu wirken: klasse! Und genau das zeigt, dass die Sondaschule bereits ziemlich hoch in der deutschen Ska-Punk-Szene anzusiedeln ist. Sollten die Ärzte mal irgendwann in Rente gehen, wären Sondaschule wohl ein potenziellen Nachfolger aus der Schublade der Spaßmusik.

Begonnen hatte der Konzertabend mit der Punkband Zornich, die ihrem Namen alle Ehre machte. Dann versuchte sich die Anfang 2008 gegründete Band Mofa auf der Bühne. Punkrock, auch mit deutschen Texten, gemixt mit einer Portion Indie, Rock und einer Prise Pop, der gelegentlich an die Anfänge von Tocotronic erinnerte. Im klassischen Trigema-Tennis-Outfit legte die Band auch recht ordentlich los. Schade, dass das Publikum die Musik schlecht annahm, hat die Band doch den Förderpreis der Rock City Hamburg e.V. gewonnen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare