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Darum kann Enid Blytons erfolgreiches Kinderbuch „Fünf Freunde“ auf der Leinwand nicht überzeugen

Mit Neugier und Nostalgie ins Kino-Abenteuer

Man soll es nicht für möglich halten: Enid Blyton (1896-1968), Großbritanniens fleißigste Kinderbuchautorin, hat sage und schreibe über 400 Krimis und Abenteuerschmöker geschrieben. Mit „Schwarze 7“, „Verwegene Vier“, „Hanni und Nanni“ und vor allem „Fünf Freunde“ dürfte sie die Jugend gleich mehrerer Generationen begleitet haben. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch, wie er mit der Taschenlampe unter der Bettdecke einen der vielen Serienromane verschlang. Damals, in den 60er und 70er Jahren, war Enid Blyton Kult. Und so macht man sich mit einer Mischung aus Neugier und Nostalgie auf ins Kino.

veröffentlicht am 26.01.2012 um 16:03 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 18:41 Uhr

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Autor:

Michael Ranze
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„Fünf Freunde“, inszeniert von Mike Marzuk, erzählt die Geschichte der Geschwister Julian, Dick und Anne, die während der Sommerferien am Meer ihre Cousine George kennenlernen. Die heißt eigentlich Georgina und wäre lieber ein Junge, Lust auf Gesellschaft hat sie schon gar nicht. Doch als das Geschwister-Trio ihren Hund Timmy rettet, ist dies – den Vierbeiner mit eingeschlossen – die Geburt der „Fünf Freunde“. Und schon hat das Quintett sein erstes Abenteuer zu bestehen. Georges Vater (Michael Fitz) ist nämlich ein kluger Professor, der in seinem auf einer vorgeschobenen Felseninsel gelegenen Labor an einer umweltfreundlichen Methode, Energie zu gewinnen, werkelt. Auf die Formel haben es prompt Gangster abgesehen – das ist der Beginn eines Abenteuers mit falschen Polizisten und falschen Fährten, mysteriösen Agenten und verdächtigen Tierfilmern.

Das hätte eigentlich ein packender Jugendkrimi werden können, in dem Kinder listig und selbstbewusst den Erwachsenen ein Schnippchen schlagen. Stattdessen geht es um Verfolgungsjagden (durch geheime Tunnels) und Missgeschicke (wie das führerlose Luftkissenboot), die die Atmosphäre der Bücher nicht so recht einfangen – zumal die Handlung von England nach Deutschland verlegt wurde. Einmal fährt ein altmodischer Überlandbus durchs Bild, und man hätte sich von diesem Retro-Charme ein wenig mehr gewünscht. Schade auch, dass Schauspieler wie Armin Rohde in Jugendfilmen wie diesem besonders stark chargieren und die Stereotypen ihrer Figuren noch betonen. So entstand nicht mehr als harmlos-turbulente Unterhaltung. Und das ist für Enid-Blyton-Fans eine kleine Enttäuschung.

George (Valeria Eisenbart), Julian(Quirin Oettl), Dick (Justus Schlingensiepen) und Anne(Neele-Marie Nickel) mit Hund Timmy. Foto: Constantin



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