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Einen Düsenjäger übertönten sie diesmal nicht: Metal mit Manowar in der AWD-Hall

Mit Leidenschaft und mit enormer Lautstärke

Hannover. Heavy Metal, harte Rocker, ohrenbetäubender Sound und vier Musiker, die wie muskelbepackte Krieger aussehen: Am Samstag lockte Manowar Heavy-Metal-Fans in die AWD-Hall. Ausverkauft war das Haus nicht. Ein Eintrittspreis von über 70 Euro ist auch für hartgesottene Fans kein Pappenstiel – zumal dafür auch gern ein bisschen mehr Show hätte stattfinden dürfen. Schließlich boten die US-Metaller auf ihrer vorigen Tour noch eine aufwendige Produktion mit brennendem Wikingerschiff, mit Schwertkämpfen und Schauspielern.

veröffentlicht am 01.02.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 09:21 Uhr

Ein Ausnahmetalent in Leder: Sänger Eric Adams.

Autor:

Cord Wilhelm Kiel
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Wer es sich leisten konnte, erlebte guten, traditionellen Metal, dargeboten von teils exzellenten Musikern. Vor allem Sänger Eric Adams ist ein Ausnahmetalent und der wohl beste Hardrock- und Metal-Vokalist – in gewaltiger Lautstärke. Die Band, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert, gilt nicht umsonst als lauteste ihrer Art: Am 8. März 1994 stellten Manowar in der niedersächsischen Landeshauptstadt den noch heute gemäß „Guinness Buch der Rekorde“ gültigen Lautstärkeweltrekord von 129,5 Dezibel auf – lauter als ein Düsenjäger. Diese Tatsache nutzte Bandgründer und Bassist Joey de Maio und taufte die Stadt kurzerhand in „Manover“ um.

Auch diesmal donnerte der Sound der Doublebase maschinengewehrartig in Richtung Publikum. Boden und Menschen vibrierten. Auf die obligatorische Frage „Is it loud enough?“ antwortete die Menge erwartungsgemäß mit „nein“, so dass es ab dem legendären Song „Kings Of Metal“ zur Sache ging. Weil allerdings brachiale Lautstärke noch keine gute Musik ausmacht, brachte die Band auch viel Leidenschaft mit. Egal, ob Klassiker wie „The Gods Made Heavy Metal“ oder eher langweilige neuere Songs wie „Sleipnir“: Das US-Quartett bewies, dass es noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Seine Liebe zu Deutschland drückte Bandleader Joey DeMaio auf markige Weise aus: „Die Deutschen trinken gerne Bier, haben gerne Sex und lieben Manowar!“ – sprach’s und leerte einen Bierhumpen über seinem Kopf aus… Zum Überkochen kam die Stimmung beim letzten Song vor der Zugabe, dem aus tausend Kehlen mitgegrölten „Warriors Of The World“. Ein Zeichen dafür, dass die Fans lieber mehr Klassiker („Hail And Kill“ und „Battle Hymn“ wurden schmerzlich vermisst) gehört hätten.



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