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Die unentschlossene Kino-Komödie: „Love and Other Drugs“

Mit lästigen Nebenwirkungen

Eigentlich beginnt es ganz pfiffig als Paraphrase auf William Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“: Ein Schürzenjäger erliegt dem ruppigen Charme einer schönen Kratzbürste und – nach einigem Hin und Her – wird’s die große Liebe. Doch Regisseur Edward Zwick, bekannt durch „Glory“ und „Last Samurai“, belässt es nicht dabei. Ein bisschen Kritik an der Pharmaindustrie, ein bisschen Klamauk, viel Sex und noch mehr Gefühlsduselei – so richtig wollen die disparaten Elemente nicht zusammenpassen.

veröffentlicht am 13.01.2011 um 18:44 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 05:21 Uhr

Im Auf und Ab er Liebe: Maggie (Anne Hathaway) und Jamie (Jake Gyllenhaal).

Autor:

Michael Ranze
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Doch der Reihe nach: Jamie Randall (Jake Gyllenhaal) ist Vertreter für Medikamente. Wortreich umgarnt er die Sprechstundenhilfen, um seine Produkte an den Arzt zu bringen. Privat pflegt er mit der Damenwelt das unverbindliche Abenteuer. Doch dann lernt er in einer Praxis die schöne Künstlerin Maggie Murdock (Anne Hathaway aus „Der Teufel trägt Prada“) kennen. Das wäre schon die Frau, mit der er gern zusammenleben würde. Aber irgendwie sind beide zu dickköpfig und zu selbstständig, um sich näher aufeinander einzulassen. Es bleibt beim unverbindlichen, aber häufigen Sex. Aber: Maggie leidet unter der Parkinsonschen Krankheit, ihr Zustand könnte sich rasch verschlimmern. Von nun an lässt Jamie nichts unversucht, seiner Bettgefährtin zu helfen. Doch da hat er sich schon längst über beide Ohren in sie verliebt.

Es gibt einige überflüssige Episoden, in denen Jamies ungepflegter und vulgärer Bruder für Heiterkeit sorgen soll. Dann wieder macht sich Zwick die Mühe, Rentner in einem Bus nach Kanada fahren zu lassen, weil dort die Medikamente preiswerter sind. Mal alberne Klamotte, mal kritische Bestandsaufnahme, dann wechselvolle Liebesgeschichte – Zwick kann sich nicht entscheiden, was er erzählen will. Und dann pfropft er dem Film noch ein Happyend über, das bei der Schwere von Maggies Krankheit völlig unpassend wirkt. Auf diese Nebenwirkungen hätte man gern verzichtet.

„Love and Other Drugs“ ist ab sofort im Maxx-Kino Hameln zu sehen: täglich um 17.30 und 20.15 Uhr, heute und morgen auch um 23 Uhr.



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