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„Hangover“ – Regisseur Todd Philipps bietet unterhaltsames Kino-Chaos und verrückte Situationen

Mit köstlichen Überraschungen gespickt

Mit „Hangover“ bezeichnet der gemeine Angelsachse schlicht und einfach einen Kater. Doch der Kater, um den es hier geht, soll die Bedeutung des Wortes neu definieren. Es geht um eine Junggesellenparty mit ungewissem Fortgang. Davon zeugt schon der kurze Prolog in der Mojave Wüste, über den an dieser Stelle gar nicht mehr verraten werden soll. Rückblende, zwei Tage zuvor. Doug (Justin Bartha) fährt kurz vor seiner Hochzeit mit seinen beiden Freunden Phil (Bradler Cooper) und Stu (Ed Helms) und seinem zukünftigen Schwager Alan (Zach Galifianakis) nach Las Vegas, um noch einmal richtig einen drauf zu machen.

veröffentlicht am 24.07.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 23:41 Uhr

Autor:

Michael Ranze
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Was macht der Tiger im Badezimmer?

Am nächsten Morgen ist Doug verschwunden, die anderen drei können sich an nichts mehr erinnern. Das wirft mehrere Fragen auf: Wie zum Teufel konnten sie eine Hotelsuite für 4 200 Dollar die Nacht in ein derartiges Schlachtfeld verwandeln, ein Schlachtfeld, das jeglicher Beschreibung spottet.

Was macht der Tiger im Bad? Wem gehört das schreiende Baby im Schrank? Warum fehlt Stu ein Schneidezahn? Wieso bringt der Hotelportier den drei verkaterten Freunden ein Polizeiauto, nachdem sie ihm das Parking Ticket gereicht haben?

Die Suche nach Antworten gibt im Folgenden die Struktur des Films vor. Eine Suche, die einen Tag dauert und das Trio in so unterschiedliche Orte wie eine Heiratskapelle und eine Notaufnahme führt. Dabei lernen sie einen fiesen chinesischen Gangster kennen, eine nette Stripperin und sogar Mike Tyson, dessen Sicherheitskameras weitere Aufschlüsse geben.

Ein etwas anderer Humor

Regisseur Todd Philipps, der bereits mit Road Trip“ (2000) und „Old School“ (2003) einen etwas anderen Humor pflegte, überzeugt hier durch eine komplexe Erzähltechnik, die immer neue, köstliche Überraschungen erfindet und mit der Erwartung des Unvorhergesehenen geschickt Spannung aufbaut.

Die Dialoge sind frech, lustig und respektlos, die feierwütigen Charaktere, von den Darstellern spielfreudig verkörpert, sind noch lustiger, ebenso die verrückten Situationen, in die Todd Philipps sie stellt.

Man mag bedauern, dass der Film ein wenig konventionell endet. Aber irgendjemand musste am Ende endlich Ordnung in das Chaos bringen.

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