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„Süße Früchte der Renaissance“: Lieder und Tänze zu Renaissancemusik in historischen Kostümen aufgeführt

Mit einer Weintraube begann das Gala-Menü im Münster

Hameln. Wer ein Herz für die Renaissance hat, weiß, dass sie bezüglich fast aller Lebensbereiche eine Epoche der Neuerungen war – auch bezüglich der Ernährung. 1485 wurde in Köln das erste europäische Kochbuch namens „Küchenmeisterei“ verfasst. Die Kartoffel, die Tomate und etliche Gewürze hielten Einzug – und: die große Liebe zum Zucker! Damals galt, was Peter Alexander einst sang: „Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere.“ Was sich längst geändert hat.

veröffentlicht am 28.08.2011 um 17:23 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 10:21 Uhr

Das Ensemble Passo in Aria tanzte in historischen Kostümen.

Autor:

Karla Langehein
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So wurde jeder, der sich am Samstag ins Münster aufmachte, mit einer Weintraube im Schokoladenmantel begrüßt, bevor er in vollen Zügen „Süße Früchte der Renaissance“ genießen konnte.

Irmgard Langhorst war es, die die Idee zu diesem reizvollen Programm hatte. Die Liste der Komponistennamen liest sich wie das Who is Who der Renaissancemusik. Ihre von Liebe und Land erzählenden Chorsätze erklangen teils rein instrumental, vorgetragen vom Blockflöten-Consort Hameln. Das vor zehn Jahren von Irmgard Langhorst gegründete und ausgebildete Ensemble hat sich auf professionelles Niveau entwickelt und sorgte für stimmungsreine Hörfreude.

In die geschickt instrumentierten Chorsätze mischte sich mit gesungener Oberstimme die Mezzosopranistin Antje Siefert ein. Ihre in allen Lagen locker und schön klingende Stimme ist ausdrucksstark im Heiteren wie im Ernsten. Mit dem Lamento über den Tod des Geliebten von Barbara Strozzi gestaltete sie einen der Höhepunkte des Konzerts – aus musikhistorischer Sicht ebenso bedeutend wie Giulio Caccinis „Amarilli mia bella“ als eines der frühesten Beispiele für Sologesang mit instrumentaler Begleitung.

Die lag bei den drei mit Antje Siefert im Braunschweiger Ensemble Resoldo Milare vereinten Damen in aufmerksamen Händen. Äußerst delikat in der Klangabstimmung spielten Roswitha Conrad sowie Anna und Nadine Riske mit historischen Instrumenten zum Tanz auf. Das aus Wolfsburg angereiste Ensemble Passo in Aria führte in bildhübschen Kostümen höfische Tänze vor, so, wie sie durch die Tanzschriften des italienischen Tanzmeisters Cesare Negri überliefert sind. Ein Augenschmaus, der den akustischen Genuss zum Gala-Menü abrundete.



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