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Am 4. Februar wird die „Klangreise 812 – 2012“ im Münster aufgeführt

Mit einer Eigenkomposition

Hameln (amg). Über die Münsterkirche und ihre 1200-jährige Geschichte gibt es viel zu erzählen. Bei den Jubiläums-Feierlichkeiten bedeutende Ereignisse und Persönlichkeiten in den Blickpunkt zu rücken, ist naheliegend. Dies weniger mit Worten und historischen Vorträgen zu tun, dafür vielmehr Musik, wie sie im Laufe der 12 Jahrhunderte ertönt ist, sprechen zu lassen, ist eine besondere Variante, um die Meilensteine der ältesten Hamelner Kirche von 812 bis heute hervorzuheben.

veröffentlicht am 23.01.2012 um 17:52 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 19:21 Uhr

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Zwölf Kompositionen umfasst die „Klangreise 812 – 2012“, die Pastor Lars Christoph Langhorst, in Hameln aufgewachsen und heute in Bremerhaven lebend, am Samstag, 4. Februar, um 18 Uhr, moderieren wird. Alle Fäden des Projektes, das seit einem Jahr vorbereitet wird, laufen bei Irmgard Langhorst zusammen: 50 Mitwirkende konnte sie dafür gewinnen. Darunter sind Hamelner Bürger und Musiker sowie namhafte auswärtige Künstler wie Karl Leo Heller und Scuola, die Gregorianische Gesänge erklingen lassen, und der Opernsänger Falko Hönisch aus Stuttgart. Er wird von Hans Christoph Becker-Foss an der Marcussen-Orgel begleitet.

Bariton Falko Hönisch wird nicht nur den Gesangspart zu Szenen aus längst vergangener Zeit übernehmen. Er wird mit einer Uraufführung auch die Gegenwart gesanglich repräsentieren: Eigens für die Klangreise hat Raffaele Grimaldi, Komponist, Pianist und Dirigent, die „Hameln Vocalise“ komponiert. Inspiration für das Stück sei ein Text auf Kanzelresten, in dem es um Harfen und das Lob Gottes gehe, erklärt Irmgard Langhorst. Das Spannende an der Komposition: Es wurde nicht der ganze Text, sondern nur Vokale übernommen.

In die Rollen von Stifterpaar Graf Bernhard und Gräfin Christina, von Mönchen, Hamelner Familien, Reformator und Sakristeiräubern schlüpfen einige Akteure. Selbst genäht oder von „Gewandmeisterin“ Ingrid Schiller kreiert wurden die historischen Kostüme. Komparsen stellen in Erinnerung an den Brand von 1209 wild tanzend die Flammen eines „Schadfeuers“ dar. Spannend sei das Verhältnis zwischen Kirche und Bürgerschaft, die die Kirche als die ihre übernommen hat, erläutert Lars Christoph Langhorst. Passenderweise lässt das Hamelner Blockflöten Ensemble dazu die „Instrumente des Volkes“ ertönen, so Irmgard Langhorst. Kurzum: Die Geschichte des Gotteshauses wird erlebbar gemacht auf dem ebenso klangvollen wie bildreichen Streifzug durch die Jahrhunderte.

Karten gibt es bei der Buchhandlung Matthias, Bücherstube Seifert, Dewezet und im Haus der Kirche. Schüler und Jugendliche erhalten freien Eintritt.

In historischen und eigens kreierten Kostümen treten die Akteure während des Konzerts auf. Foto: amg



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