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Angelika Milster lässt sich bei ihrem Kirchenkonzert im ausverkauften Münster feiern

Mit den Fans auf Augenhöhe kommuniziert

Hameln. Dass sie bei ihrem Auftritt die Diva herauskehren würde, ließ sich schon beim Einlass erahnen. Auf Block und Bleistift und einen Pressevertreter, der möglicherweise auch noch Notizen machen würde, dürfe der Blick der Sängerin auf keinen Fall treffen, lautet eine der Vorgaben aus dem Veranstalter-Team: Frau Milster möge es nicht, wenn sie das Gefühl habe, „zensiert zu werden“. Nun gut – ein Platz in Augennähe konnte ohnehin eine Dreiviertelstunde vor Konzertbeginn nicht mehr ergattert werden: Denn wenn Angelika Milster in der Münsterkirche singt, sind die Konzerte restlos ausverkauft. So auch am Samstag bei ihrem dritten Gastspiel in der Rattenfängerstadt – diesmal anlässlich des 1200-jährigen Bestehens der Münsterkirche.

veröffentlicht am 22.01.2012 um 18:28 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 19:41 Uhr

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Autor:

Alda Maria Grüter
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Alle Lichter gehen aus, Stille. Nur ein Spot erhellt den Platz am Altar. Unter Applaus und mit jenen großen Gesten, mit denen sie sich auch im Laufe der folgenden eineinhalb Stunden immer wieder beim Publikum bedankt, betritt Angelika Milster die Bühne. Die Arme ausgebreitet, bei jedem Schritt die Treppen zum Altar hinunter wippen das schwarze Gewand und der weiße Schal der Blondine mit den blutrot geschminkten Lippen. Keine Frage: Eine ausdrucksstarke, sehr präsente Erscheinung ist die Frau, die so manchem noch als Musical-Glamourkatze Grizabella in eindrucksvoller Erinnerung ist: „Wir haben sie in ,Cats‘ erlebt – heute erscheint sie uns vielleicht sogar noch besser als damals“, werden die Schwestern Christina Adamy und Beate Obst nach dem Konzert beim Autogramm-Anstehen schwärmen.

Das Publikum feiert sie: Zu Standing Ovations, nicht nur am Ende des Konzerts, schreitet Angelika Milster durch den Mittelgang an den applaudierenden Fans vorbei. Die 60-Jährige, die mit dem Publikum auf Augenhöhe kommuniziert, zwischen Arien und Musicalsongs plaudert, witzelt und auch nachdenkliche Gedanken äußert, kommt an. Auch wenn ihre Worte manchmal leider nur mikrofonverzerrt die hinteren Reihen erreichen.

Es ist der Auftritt selber, in erster Linie ihre Stimme, die das Publikum entzückt. Voluminös, mal gewaltig, mal ehrfürchtig, geschmeidig, ergreifend und ergreifend schön singt sie geistliche und klassische Stücke sowie Musicalmelodien. Dabei wird sie ausschließlich von Jürgen Grimms Orgelklängen begleitet. Den sakralen Eröffnungsstücken, dem „Vater Unser“ und dem „Kyrie eleison“, folgt ein facettenreiches Programm, bei dem sie alle musikalischen Register zieht. Berührend der Song der Maria Magdalena aus „Jesus Christ Superstar“. Den Musical-Hit, mit dem sie Karriere machte, hebt Angelika Milster für den Abschied auf: Stimmungsvoll das gemeinsam mit dem Publikum intonierte Abendlied von Matthias Claudius „Guten Abend, gut Nacht“, dann die „Erinnerungen“ aus „Cats“ – ein wirkungsvoller Abschluss des Kirchenkonzerts!



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