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Mit dem 1. FC Köln im Moment sehr zufrieden

Von Andrea Gerstenberger

Groß Berkel. Geschichten übers Wandern, den 1. FC Köln und die Suche nach den Wurzeln seinen Ahnen. Das Publikum durfte aussuchen, was es hören wollte und hatte sich diese bunte Mischung zusammengestellt. Basisdemokratische Lesung nennt Manuel Andrack das und bewies am Donnerstag im Lenze Forum in Groß Berkel, ein Abend mit ihm ist vielseitig bildend und wie sich zeigte, auch ohne Harald Schmidt an seiner Seite, unterhaltsam.

veröffentlicht am 29.05.2009 um 12:27 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 03:21 Uhr

Andrack
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 „Von wem habe ich das bloß?“, hat sich wohl schon jeder mal gefragt und damit unliebsame Angewohnheiten oder die zu große Nase gemeint, die er an sich festgestellt hat. Manuel Andrack hat sich dieses und anderes auch gefragt und ein Buch daraus gemacht. Daraus vorlesend, beschrieb er seine ganz persönliche Ahnenforschung mithilfe der Telefonbücher des Kölner Hauptpostamtes und eines amerikanischen Genforschungslabors. Erzählte von Namensvettern im Osten der Republik und dem DNA-Nachweis, der den Werdegang seiner Familie mal eben über 50 000 Jahre von Ostafrika über Persien, Düsseldorf bis zur Ähnlichkeit mit den Klitschko-Brüdern belegt. Klang irgendwie logisch. Der trockene Humor des „Magister Artiums“, der neben Film- und Theaterwissenschaften auch Germanistik und Kunstwissenschaften studierte, machte Spaß.
 Und den beweist der Kölner auch in den Erzählungen über seine große Leidenschaft, das Wandern. Herrlich seine Gedanken über das Straßenschild „Wanderparkplatz“. Der führerscheinlose Andrack philosophiert überaus mitreißend darüber, was die Darstellung von Mann und Frau auf blauem Grund so alles aussagen kann, wenn man denn nur genau hinschaut. Er selbst sei ja kein Blümchengucker beim Wandern und so reichte ihm auf der Halbmarathonstrecke in der West Sahara auch ein Baum an der ganzen Strecke. Obwohl, Schatten wäre auch nicht schlecht gewesen, bei 27° in Selbigen, der ja leider nicht da war.
 Licht und Schatten bestimmen auch eindeutig die Gefühlslage Manuel Andracks, wenn es um seine Herzenssache, den 1.FC Köln geht. Im Moment ist er sehr zufrieden mit „seinem“ 1.FC, wie er nach der Lesung erzählte.
 Als wahrer Fan wird auch kein Auswärtsspiel von ihm ausgelassen und über die Reisen im Fanbus durch die Republik gab es einige stimmungsvolle Anekdoten im Programm zu hören. Natürlich mit einem kühlen Blonden an seiner Seite. Das Bier war zwar nicht so ganz sein Geschmack im Lenze Forum, aber ansonsten hat er sich sehr wohlgefühlt, im Kreise der vorwiegend weiblichen Fans.
 Den Kreis seiner Leser will der Autor Manuel Andrack noch im Laufe des Jahres mit einem Kinderbuch erweitern. An spannenden Geschichten ums „Geocaching“, einer Art GPS-Schnitzeljagd, schreibt er gerade.



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