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... und war lange nicht mehr in Mendocino

Michael Holm wird 75

MÜNCHEN. Michael Holm hat ihm viel zu verdanken, diesem kleinen Ort in Kalifornien. „Es ist ein entzückendes kleines Fischerdorf, das sich an die Steilküste schmiegt“, sagt er. „In den 60ern war es ein Hippie-Ort.“ Dreimal war er schon da – zuletzt vor 14 Jahren. Auf die Bühne geholt hat er „Mendocino“ sehr viel öfter. Er hat Schlagergeschichte geschrieben mit diesem Hit. Seine deutsche Version des Liedes, das ursprünglich vom Sir Douglas Quintett stammt, brachte ihm 1969 den Durchbruch als Sänger.

veröffentlicht am 27.07.2018 um 16:47 Uhr
aktualisiert am 27.07.2018 um 18:30 Uhr

Schlagersänger Michael Holm bei einem Auftritt in der ZDF-Hitparade in den 1970-er Jahren. Foto: dpa

Autor:

Britta Schultejans
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Weil Holm dann auch noch Lieder wie „Tränen lügen nicht“ und „Barfuß im Sand“ sang, geht er heute noch unter dem Titel „Schlagerlegenden“ mit Musiker-Kollegen auf Tournee. „Man kann sich selbst natürlich nicht Schlagerlegende nennen“, sagt Holm im Interview der Deutschen Presse-Agentur kurz vor seinem 75. Geburtstag am 29. Juli. „Das wäre ja peinlich und lächerlich. Aber wenn andere das tun, kann man dagegen nichts haben.“

Holm, der als Lothar Bernhard Walter geboren wurde, hat schon sein Leben lang Musik gemacht: zu Hause in der Familie, die von Stettin nach Erlangen übersiedelte, als er zwei Jahre alt war, zu Schulzeiten in Kneipen mit seiner Band – und schließlich als erfolgreicher Liederschreiber. Hossa: Auch den Kracher „Fiesta Mexicana“ von Rex Gildo verdankt die Welt Holm. In seiner Karriere schrieb er nach eigenen Angaben mehr als 800 Songs. Sein Instrumentalprojekt „Cusco“ wurde sogar für den Grammy nominiert.

Berühmt machten ihn die Schlager, die er selbst sang: „Baby, du bist nicht alleine“, zum Beispiel, oder „Lucille“. Sein jüngstes Album mit dem Titel „Als die alten Zeiten jung war’n“ erschien zwar erst im vergangenen Jahr. Doch Holm weiß, was sein Publikum hören will, wenn er auf der Bühne steht: „Ich finde es egoistisch und unfreundlich dem Publikum gegenüber, wenn Musiker sich weigern, ihre großen, alten Hits zu spielen. Darauf warten die Leute, darauf freuen sie sich, dafür machen sie sich hübsch.“

Er selbst habe nämlich schon mal am eigenen Leib erfahren, wie es ist, vergeblich auf das Lieblingslied zu warten: „Als Bob Dylan das letzte Mal in München war, da war er auf dem Jesus-Trip und hat seine legendären Nummern einfach nicht gespielt.“ Eine solche Erfahrung wolle er seinem eigenen Publikum ersparen. „Wenn ich mit dem Konzert fertig bin, hab ich meine großen Hits abgebetet.“ Aber: „Ich schummel da schonmal ein oder zwei neue Titel rein.“



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