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Marlene Jaschke, Siegfrieds Strumpfhose und die Wagner-Pizza

Von Frank Neitz

Hameln. Warum den „Ring des Nibelungen“ wie in Bayreuth in 16 Stunden und 32 Minuten aufführen, wenn es auch in 93 Minuten geht? Marlene Jaschke schrieb zunächst Herrn Wagner („Ein wenig durcheinander muss er schon sein, bei der Handlung!“) einen Brief. Und zeigte den 500 Zuschauern im ausverkauften Weserbergland-Zentrum am Dienstagabend trotz ihres zurückhaltenden hanseatischen Ausdrucksstils den Bühnenrekord: Sie interpretierte den „Ring“ auf ihre Weise und verkörperte Gott Wotan, Rheingold, Fricka, Siegmund und Sieglinde.

veröffentlicht am 21.10.2009 um 18:01 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 17:41 Uhr

Jaschke
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Nebenbei erfuhr das Publikum etwas von den Qualen ihres Festspielbesuches mit Freundin Hannelore. Wie sie sich dort nach stundenlangem Sitzen ihrer Schuhe entledigte und so einen eigenartigen Geruch freisetzte – es roch nach Weihnachten, weil sie doch Einlagen mit Zimtaroma trug. Von Hannelore, der Wagner-Liebhaberin, erzählte sie gern und leicht biestig. Als diese sich im Internet bei der Partnervermittlung 50 plus („Vermittlung ganz schwerer Fälle“ und „Alter Braten sucht junges Gemüse“) anmeldete und eine Enttäuschung erleben musste, wollte Marlene sie doch glatt mit einer Wagner-Pizza trösten.

 

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