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Christoph Meyer Burgdorff präsentiert buntes Programm

Liederreigen bei Kerzenschein

Hameln. Die Atmosphäre stimmte: auf den Tischen flackerten Kerzen, die sich in den Weingläsern spiegelten, und durch die Fenster fiel der Abend ins dämmrige Schloßcafé Hämelschenburg hoch überm Tal der Emmer. „Leise flehen meine Lieder durch die Nacht zu Dir“, Schuberts Lied, vorgetragen von Dietmar Sander, am Flügel begleitet von Ashley Hribar, zauberte eine unvergleichliche Stimmung in den Raum.

veröffentlicht am 24.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 03:21 Uhr

Autor:

Ernst August Wolf
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Die beiden bekannten Musiker der Hochschule Hannover präsentierten auf Einladung von Christoph Meyer Burgdorff einen zweiteiligen Konzertabend, dessen Spektrum von Brahms, Schumann und Strauß im ersten bis zu Operetten-, Musical-, Jazz- und Swingklängen im zweiten Teil reichte.

„Wir haben uns beim Flügelstimmen kennen gelernt“ berichtete Bariton Dietmar Sander. Seit fünf Jahren konzertiert er zusammen mit dem Solo-Pianisten Ashley Hribar, der als Dozent an der Hochschule arbeitet.

Sanft, ruhig, voll abendlicher Stille ein Chopin-Nocturne, frühlingshaft grünende Liebe im Brahms-Lied, schwungvoll-heroisch das „Auf in den Kampf“ zur Pause.

Freilich ist das Schloßcafé kein Konzertsaal, aber das ist unerheblich, denn so etwa muss der Vortrag von Kunstliedern dereinst in den adligen und großbürgerlichen Salons geklungen haben. Bei Kerzenschein und edlen Tropfen.

Kontrastprogramm im zweiten Teil: die beiden Musiker überraschten mit pfiffigen Bearbeitungen: hier ein Schuss Jazz, dort ein sehnsuchtsvoller Musical-Standard zu dem Sander die Geige wie ein Baby im Arm wiegte, um sie gleich drauf, mal schmachtend, mal wild, in lateinamerikanischen Rhythmen an ihre klanglichen Grenzen zu führen.

Langanhaltender Applaus und ein jiddischer Klassiker als Zugabe rundeten eines schönen Abends Reise in die Nacht ab.



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