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Ferngespräche mit dem Jenseits lieferte am Freitagabend die „Geisterkomödie“ im Theater

Leichte, aber durchaus schmackhafte Kost

Hameln. In einem englischen Landhaus versammeln sich: die leicht hysterische Gastgeberin Ruth (Maria Hartmann) und ihr selbstverliebter Schriftsteller-Gatte Charles, der affektierte Freund des Hauses (Ralf Komorr) mit seiner zickigen Gemahlin (Jessica Kosmalla). Das Quartett wird umsorgt von dem quirligen Hausmädchen Edith (Tanja Bahmani).

veröffentlicht am 15.03.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 09:41 Uhr

Charles (Volker Lechtenbrink) be-kommt ungewöhnlichen Besuch.

Autor:

Jürgen Schoormann
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Als Thema seines nächsten Romans hat Charles das Phänomen des Übersinnlichen gewählt, und um sich vorzubereiten, hat er Madame Arcati, Spezialistin für spiritistische Sitzungen, in die vornehme Runde eingeladen, gespielt mit viel Spaß und derbem Humor von Gudrun Gabriel.

Das unerwartete Resultat des Ferngesprächs mit dem Jenseits: Charles’ jung verstorbene erste Frau Elvira (Nicola Thomas) gleitet blass, aber höchst lebendig als attraktives Gespenst ins Diesseits. Anfangs kann nur Charles sie sehen, und indem er mit ihr spricht, während Ruth das Gesagte auf sich beziehen muss, ergeben sich die komischen Situationen dieser Boulevardkomödie, die Noël Coward 1940 geschrieben hat.

Charles muss unfreiwillig mit zwei Frauen unter einem Dach leben; die turbulente Handlung folgt aus lauter Missverständnissen und aus dem Zusammenprall der feinen Gesellschaft mit der verschrobenen Hexenmeisterin. Ihr gelingt nach etlichen Fehlschlägen der Rücktransport Elviras ins Jenseits, allerdings müssen dort auch Ruth und Charles mit ihrer Gesellschaft vorlieb nehmen. Eine Ehe zu dritt – aber in einer anderen Welt.

Die Inszenierung von Folke Braband im edel wirkenden Bühnenbild von Thomas Pekny setzte auf die Kunst der Darsteller. Volker Lechtenbrink als Charles war der Angelpunkt des Geschehens und erledigte seine Aufgabe routiniert und solide. Alle anderen Darsteller wirkten manchmal leicht überdreht, vor allem das Hausmädchen tat des Guten oft zu viel. Das Publikum war von dieser leichten, durchaus schmackhaften Kost hörbar amüsiert.



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