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Das Berliner Rundfunk-Sinfonieorchester beendet unter Marek Janowski im Kuppelsaal Hannover das Konzertjahr

Langanhaltender Beifall für Johannes Brahms’ Requiem

Hannover. Das letzte große Pro-Musica-Konzert vor dem Jahreswechsel brachte die Wiederbegegnung mit alten Freunden – auf dem Podium wie im Programm. Marek Janowski samt Berliner Rundfunk-Sinfonieorchester und Rundfunkchor Berlin bescherten ihren Hörern eine Durchleuchtung des Brahmsschen Requiems, wie sie intensiver und spannungsvoller nicht sein konnte.

veröffentlicht am 16.12.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:41 Uhr

Autor:

Karla Langehein
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Janowskis Durchdringung der Partitur verdeutlichte mit bestechender Klarheit die sich ringförmig von der Erkenntnis der Unausweichlichkeit des Sterbens bis zum gläubigen Trost schließende Gesamtarchitektur des Werkes. Im Einzelnen vollzog sich das auf der Basis einer detailliert ausgefeilten Klangregie, in deren pulsierender Dynamik die Farben einzelner Instrumentengruppen aufleuchteten und die Korrespondenz zwischen Chor und Orchester in wunderbarem Gleichgewicht blieb. So fahl klingen das b-moll der verdorrenden Gräser und so lieblich die Wohnungen des Herrn Zebaoth selten – was vor allem Chor und Orchester zu danken war und den besonderen Rang der beiden Berliner Rundfunk-Ensembles bestätigte.

Als Solisten fügten sich Chen Reiss und Detlev Roth in das Gesamtbild ein, wobei der als Konzert- wie Opernsänger gefragte Bariton insgesamt ein wenig farblos wirkte, während Chen Reiss mit schlankem Sopran überzeugte. Am Ende galt der langanhaltende Beifall einer Brahms-Interpretation, von deren 75 Minuten Dauer eine jegliche köstlich war.



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