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„To Caspar David Friedrich sien Tied...“ Erstmals werden Gemälde in niederdeutscher Sprache beschrieben

Landesmuseum ist bundesweit Pionier beim „Platt

Goltz hat die wissenschaftlichen Texte für das Projekt ins Niederdeutsche übersetzt. Er erläuterte, dass auf einen Ortsdialekt bewusst verzichtet wurde. Das Nordniedersächsische könne in ganz Norddeutschland am einfachsten verstanden werden: „Was das Hannoversche für das Hochdeutsche ist, ist das Nordniedersächsische für das Plattdeutsche“, scherzte er.

veröffentlicht am 10.08.2012 um 12:49 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 01:21 Uhr

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Eingesprochen wurden die maximal zwei Minuten langen Erläuterungen von den NDR-Moderatoren Ilka Brüggemann und Ludger Abeln. „Ich glaube, dass die jetzt vorliegenden Erklärungen ’op platt’ eine ganz andere Anmutung als die sehr wissenschaftlichen Texte auf Hochdeutsch haben“, sagte Brüggemann, die die Plattdeutsch-Redaktion des Senders leitet. So seien die plattdeutschen Sätze zu den Gemälden von Künstern wie Caspar David Friedrich oder Claude Monet viel kürzer und direkter.

Die Idee für das Projekt hatte Museums-Direktorin Katja Lembke, die in Schleswig-Holstein mit der niederdeutschen Sprache aufgewachsen ist. „Ich empfinde es als einen Mangel, dass das Platt mehr und mehr aus dem alltäglichen Sprachgebrauch verdrängt wird“, sagte sie.

Das Angebot, das zunächst auf die Gemäldesammlung begrenzt ist, richte sich zum einen an „plattdeutsche Muttersprachler“. Zudem solle jeder Besucher einladen werden, sich mit der alten Sprache auseinanderzusetzen. Diese habe das Land Niedersachsen über Jahrhunderte geprägt, unterstrich Lemke: „Unser Museum hat die Aufgabe, die Identität des Landes lebendig zu halten.“

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